Chelsea London steht im Finale der
Champions League 2012. Barca ist ausgeschieden. Der
Angsthasen-Fußball hat sich durchgesetzt.
Nun ist es also doch passiert.
Barcelona, das derzeit beste Team der Welt, ist ausgeschieden. Wie
einst Inter Mailand hat auch Chelsea das Kunststück geschafft, den
Katalanen mit defensivem Geschick ein Bein zu stellen.
Barca nicht in Bestform
Das Ausscheiden des Favoriten ist damit
zu begründen, dass Messi und Co. derzeit nicht in Bestform agieren.
Zu viele Spiele haben die Blau-Roten in den Beinen. Die Akkus der
Leistungsträger waren sichtbar leer.
Aber natürlich haben auch die Blues
aus London einiges dazu beigetragen, dass es auch Barcelona nicht
gelang, den Titel in der Königsklasse zu verteidigen. Hartes Spiel,
mindestens acht Mann vor dem eigenen Strafraum und Angsthasen-Fußball
der „Extraklasse“ waren diesmal selbst für die Ballzauberer aus
Spanien zu viel.
Drogba schießt den Vogel ab
Dass in diesem Fall nicht die bessere,
sondern die glücklichere Mannschaft mit dem Finaleinzug belohnt
wurde, zeigt die Statistik. Chelsea hat mit allen Tricks gearbeitet.
Einer allen voran. Didier Drogba. Ohne Zweifel ein außergewöhnlicher
Stürmer, aber hat ein Fußballer seines Formats es tatsächlich
nötig, so zu gewinnen??
Im Hinspiel verbrachte er mehr Zeit
damit, mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden zu liegen, als auf
den Beinen. Bei jedem noch so geringen Kontakt mit einem
Gegenspieler, wand sich der Ivorer vor Schmerzen. Lächerlich und
eigentlich eine Schande! Vorbild-Funktion erfüllt er damit
sicherlich keine.
Finale in München
Heute Abend hat der FC Bayern die
Chance, gegen Real Madrid, ins Finale einzuziehen. Es bleibt zu
hoffen, dass in diesem Duell beide Teams mit offenem Visier spielen
und sich nicht wieder eine Mannschaft im eigenen Strafraum einmauert.
Die Champions League sollte ein Klub
gewinnen, der erfrischenden Angriffsfußball bietet.
Angsthasen-Fußball hat Chelsea gestern genug geboten.