Samstag, 22. Dezember 2012

Admira steigt ab

Der Bundesliga-Spätherbst hat einen überraschenden Verlierer: die Admira. Die Eurofighter der letzten Saison befinden sich, nach einem guten Start, mitten im Abstiegskampf. Mit 17 Punkten aus 20 Spielen steht die Kühbauer-Elf auf dem achten Rang. Ganz schwache letzte Wochen vor der Winterpause haben den Vorsprung auf Schlusslicht Innsbruck mehr und mehr schrumpfen lassen.

Ein einziger Punkt ist geblieben. Don Didi wird sich einiges einfallen lassen müssen, um endlich den Abgang von Goalgetter Hosiner zu kompensieren und sein Team auf die Siegerstraße zurückzubringen. Sonst ist die Admira nicht nur der Absteiger der Herbstsaison. 


Mittwoch, 31. Oktober 2012

Die roten Teufel …

… fahren zur Hölle. Der GAK ist am Ende angelangt. Nach fast 110-jährigem Bestehen wird der Grazer Traditionsverein aufgelöst.

Es ist der Schlusspunkt unter eine traurige Geschichte. 2004 Österreichischer Meister und Cupsieger, dann der finanzielle Ruin. Die damalige Startruppe war zu teuer, der Größenwahn einiger siegte über den Verstand.

Was folgte ist Fußball-Geschichte. Zwangsabstieg, mehrmalige Konkurs-Verfahren und horrende Schulden, die den Verein die Luft zum Leben abschnürten. Jetzt wurde der Stecker gezogen. „Der Beschluss zur Liquidierung des Unternehmens“, wie es im Amtsdeutsch so schön heißt, wurde unterfertigt.

Zumindest der Nachwuchs soll bestehen bleiben. Die GAK Juniors wurden als eigener Verein ausgegliedert. Ob die Kampfmannschaft ganz unten neu startet, steht in den Sternen. 


Montag, 29. Oktober 2012

Bemüht um Wiedergutmachung

Rapid Wien hat schon bessere Zeiten erlebt. Zwei ganz bittere Niederlagen verdüstern den Himmel über Hütteldorf.

Eine 0:2-Niederlage im Derby gegen die Austria und ein 0:4 im Happel-Stadion gegen Leverkusen haben dem SCR eine bittere Woche beschert. Zumindest bis zum überraschenden Erfolg gegen Salzburg. In diesem Spiel gegen die Bullen, war wieder der gute alte Rapid-Geist erkennbar, den man in den Tagen und Wochen davor zum Teil vermisst hatte.

Leverkusen wartet
Dieser Erfolg, gegen den amtierenden Meister, war wichtig, um wieder etwas Mut zu schöpfen. Aber für den SCR gehen die harten Wochen weiter. Zunächst müssen die Wiener nach Graz, um dort gegen Sturm anzutreten. Dann, am 8. November, wartet erneut Leverkusen. Diesmal spielen die Deutschen zu Hause und sie befinden sich in großer Form. Gerade erst gelang der Bayer-Elf ein 2:1-Erfolg gegen die Bayern und zwar in München.

Leverkusen ist also in einer Topverfassung. Zu 99 Prozent ist für Rapid in der Fremde nichts zu holen. Und trotzdem müssen sich die Grün-Weißen am Riemen reißen. Noch einmal eine 0:4-Schlappe oder gar noch Schlimmeres und Rapid ist die Lachnummer Europas. In diesem Auswärtsspiel geht es um die Ehre und das Ansehen des österreichischen Fußballs. Es wird also genau jener Kampfgeist von Nöten sein, den Burgstaller, Königshofer und Co. zuletzt wieder aufblitzen haben lassen. Und zwar nicht nur in kleinen Dosen, sondern in gebündelter Form. Das, und ein kluges Spiel, mit der richtigen Strategie, sollten genügen, um diesmal eine bessere Figur, gegen einen starken Gegner, abzugeben.


Dienstag, 11. September 2012

Deutschland zittert und wankt

Deutschland war ganz knapp dran am Punkteverlust. Letzendlich gingen die Gäste als Sieger vom Platz.

Selbst im Deutschen Fernsehen sprach man, nach der Partie, von einem unverdienten und äußerst glücklichen Sieg. Das beschreibt das 1:2 im Spiel Österreich gegen Deutschland schon ziemlich gut.

Österreich spielte über weite Phasen des Matches gut. Es fehlte der Vollstrecker, das Glück, ein etwas geordneterer Spielaufbau und ein Unparteiischer, der den Namen auch verdient. Leider war der Schiri so ziemlich der schwächste Mann auf dem Platz. Er gab ein Elfertor, das er nie hätte geben dürfen und war in einigen anderen Situationen, leider zu Ungunsten der Gastgeber, alles andere als Weltklasse.

Unterm Strich bleibt eine dumme Niederlage, nach starker Vorstellung und die Hoffnung, dass beim nächsten Mal alles besser wird.


Sonntag, 9. September 2012

Rapid im Europacup

Rapid hat es geschafft. Die Mannschaft steht in der Gruppenphase der Europa League. Die Nachwehen der Qualifikation trüben die Freude.

Das war ein hartes Stück Arbeit. Rapid hat die Play-Off-Spiele gegen PAOK Saloniki, mit einem Gesamtscore von 4:2, für sich entschieden. Als Lohn wartet die Gruppenphase der Europa League mit interessanten Gegnern.

Die Gruppe im Überblick:
Gruppe K
Rapid Wien
Bayer Leverkusen
Metalist Charkiw
Rosenborg Trondheim

Auftaktmatch:
20. September: Rapid – Rosenborg Trondheim (21:05)

Strafe nach Ausschreitungen
Nach den Ausschreitungen im Hinspiel, in Griechenland, wurden beide Vereine mit harten Strafen bedacht. Die Sinnhaftigkeit sei dahingestellt. Rapid blüht, sollte die Berufung nicht durchgehen, ein Geisterspiel gegen Rosenborg.

Damit hat es sich die UEFA wieder einmal leicht gemacht. Ganze Vereine werden für das Fehlverhalten einiger bestraft.

Rapid steht unter besonderer Beobachtung. Sollte in den kommenden Wochen und Monaten erneut etwas passieren, droht sogar der Ausschluss aus dem internationalen Geschäft. Es bleibt also spannend ob die Hütteldorfer Spieler sportlich und die Fans auf den Rängen die Nagelprobe bestehen werden.

Dienstag, 21. August 2012

Der wilde Paul

Paul Scharner wird also nie wieder für das österreichische Nationalteam spielen.

Und wieder einmal hat er es geschafft. Paul Scharner spielt nicht mehr für den ÖFB. Es stellt sich die Frage: "Sollte man deswegen traurig sein?"

Scharner hat nicht zum ersten Mal für einen Eklat gesorgt. Österreich hat genug andere Spieler, um den Abgang des Neo-Hamburgers zu kompensieren und den Defensiv-Akteur mehr als nur gleichwertig zu ersetzen.

Deshalb ist die Antwort auch ein klares: "Nein!"

Es besteht kein Grund zur Trauer. Nach dem Abgang des Egozentrikers gibt es im ÖFB-Team einen Unruheherd weniger. Andere, talentiertere und jüngere, werden in die Bresche springen. Der Blick ist nach vorne gerichtet.


Freitag, 10. August 2012

Rapid rettet die Ehre


Das wäre fast ein ganz schwarzer Abend geworden. Ried gescheitert, Admira trotz guter Leistung ausgeschieden und Rapid am Abgrund. Doch dann schafften die Grün-Weißen die Wende.

Kurz vor Ende der Olympischen Spiele in und um London steht Österreich noch immer ohne Medaille da. Die Nerven der österreichischen Sportfans wurden schon gehörig strapaziert. Da wäre es wohl der Supergau gewesen, wenn sich an einem Abend auch noch alle drei verbliebenen Europacup-Starter von der internationalen Bühne verabschiedet hätten.

Zum Glück behielt Rapid die Nerven und hatte am Ende das nötige Glück. Gegen zum Teil äußerst unfair agierende Serben aus Novi Sad, setzten sich die Hütteldorfer, am Ende höchst verdient, durch. Im Play-Off wartet nun PAOK Saloniki. Eine schwierige aber nicht unlösbare Aufgabe.

Ried und Admira zu grün
Ober- und Niederösterreich haben sich aus dem internationalen Fußball-Geschäft verabschiedet. Ried war vor allem defensiv zu schwach und leistete sich ungewohnte Schnitzer. Die Admira hat eine mäßige Torhüter-Leistung viel gekostet. Schon im Hinspiel zeigte der Keeper der Südstädter Schwächen. Auch in Prag war ein schwerer Patzer dabei. Fehler die auf internationaler Bühne nicht passieren dürfen, will man in die EL-Gruppenphase einziehen.

Es sieht also nicht allzu gut aus für die heimischen Teams. Nur mehr Rapid hält die Fahnen hoch. Das mäßige Niveau der Bundesliga ist im Europa-Vergleich deutlich zu wenig. Das sollte ein Ansporn für alle Profivereine in Österreich sein, sich nicht auf die faule Haut zu legen. Der Abstand zur Weltspitze ist groß genug. Noch größer darf er nicht werden, sonst verschwindet der heimische Fußball bald endgültig in der Bedeutungslosigkeit.


Mittwoch, 25. Juli 2012

Dödeln verlieren gegen Düdeln

Jetzt ist es tatsächlich passiert. Salzburg ist ausgeschieden. Peinliche, lächerliche und unfähige Bullen verlieren gegen eine Amateur-Truppe.

Red Bull Salzburg ist gegen Dudelange ausgeschieden. Das ist Realität und kein schlechter Traum! Trotz des 4:3-Erfolgs gegen die Luxemburger, war es schlussendlich zu wenig. Die Salzburger Dosen-Truppe erwies sich als Mannschaft von Flaschen. Ein ganz bitterer Rückschlag für Fußball-Österreich.

Und was jetzt?
Für Salzburg ist damit der Traum von der Champions League, für ein weiteres Jahr, ad acta gelegt. Es bleibt erneut nur das nationale Geschäft. Jetzt ist es hoffentlich endlich an der Zeit, mit dem Kader von Versagern aufzuräumen. Die Hälfte der Spieler haben nichts bei RBS verloren. Die Einstellung und das Können vieler „Profis“ passt ganz und gar nicht zum Profil und den Zielen des Vereins.

Hoffentlich greifen die Verantwortlichen hart durch. Die einzige sinnvolle Möglichkeit ist es, ein Team von jungen, talentierten Österreichern mit einigen wenigen wirklich guten Legionären zu spicken. Das könnte sich, im Gegensatz zu den letzten Jahren, im Sommer 2013 bezahlt machen. Davor verschwindet RBS ohnehin wieder in der internationalen Bedeutungslosigkeit. 


Mittwoch, 18. Juli 2012

Salzburg blamiert sich


Da freuen sich alle Kritiker von Red Bull. Salzburg verliert das Hinspiel gegen Düdelingen und gibt sich der Peinlichkeit preis.

Es könnte diesmal ein ganz böses Erwachen für die Bullen geben. In weniger als einer Woche steigt das Rückspiel gegen Dudelange. RBS muss gewinnen, sonst sind die Mozartstädter bereits vor dem Play-Off aus dem Europacup ausgeschieden. Diese Variante kommt wohl nicht einmal im Worst-Case-Szenario der Verantwortlichen vor.

Dabei ist eines klar: Salzburg muss sich extrem steigern! Die Spieler müssen endlich begreifen, dass ein wenig schönes Gekicke lange nicht mehr ausreicht, um einen vermeintlich Kleinen aus dem Bewerb zu schmeißen. Die Einstellung auf dem Platz muss sich ändern. Jeder muss für den anderen laufen, kämpfen und bis zum Umfallen ackern. Sonst werden die Bullen gewaltig auf die Schnauze fallen.

So sehr mancher sich das für den einen oder anderen überheblichen RB-Kicker wünschen mag, für den österreichischen Fußball wäre es eine echte Katastrophe. Bleibt zu hoffen, dass Neo-Trainer Roger Schmidt schnell den richtigen Draht zur Mannschaft findet und die Spieler begreifen was die Stunde geschlagen hat.  


Montag, 2. Juli 2012

Italien strauchelt im Finale

Die Euro 2012 ist Geschichte. Spanien wieder Europameister, Italien im Finale geschlagen. 

Vize-Europameister zu werden ist keine Schande. Ein EM-Finale mit 0:4 zu verlieren, ist aber schon ziemlich bitter. Italien hat sich im Verlauf des Turniers viele Sympathien erspielt. Schade, dass der Abschluss für die Azzurri so daneben gegangen ist.

Italien ohne Chance
Keine Frage, vieles ist für Italien, an diesem 1. Juli, daneben gegangen. Ein Abwehrspieler verletzt sich, dumme Fehler passieren und dann auch noch eine halbe Stunde mit einem Mann weniger. Fortuna war nicht auf Seiten der Blauen.

Das darf aber nicht darüber hinweg täuschen, dass Spanien dieses Finale, fast über die gesamten 90 Minuten, diktiert hat. Die Squadra wurde teilweise zum Zuseher degradiert, wenn Iniesta, Fabregas und Co. ihr Spiel aufzogen.

Zu viele Fehler
Italien hat sich an diesem Abend zu viele Fehler geleistet. Ähnlich wie die Deutschen im Halbfinale. Coach Prandelli hatte nach weniger als einer Stunde schon sein Wechsel-Kontingent ausgeschöpft. Pirlo wirkte müde und konnte dem Spiel seinen Stempel nicht aufdrücken. Balotelli wurde vom Super-Mario wieder zum Schönwetter-Kicker und Superstar Buffon wirkte in einigen Situationen nicht 100% sicher.

Kurz gesagt die italienische Fußball-Nationalmannschaft agierte über weite Strecken des Spiels wie ein Schatten ihrer selbst. Zu wenig für den Titel, zu wenig um Titel-Verteidiger Spanien ernsthaft zu gefährden. Am Ende blieben nur Tränen, Erinnerungen an ein gutes Turnier und der Vize-Europameistertitel.


Freitag, 22. Juni 2012

Die Euro in der heißen Phase


Die Europameisterschaft 2012 ist in die heiße Phase eingetreten. 

Das erste Viertelfinale ist gespielt. Portugal steht im Semifinale der Euro. Der Erfolg über Tschechien war mehr als verdient. Mit Spanien, Frankreich, Italien, England, Deutschland und Griechenland kämpfen sechs weitere Teams um den Einzug ins Halbfinale.

Die große Pleite des Turniers hat Holland geliefert. Der Vize-Weltmeister von 2010 ist ohne Punkte und damit als Gruppenletzter ausgeschieden.
Ebenfalls ohne Punkte musste sich Irland, Österreichs Qualigegner für die WM 2014, verabschieden.

Unterm Strich war die Gruppenphase der Euro ein echter Erfolg. Kein einziges torloses Unentschieden und fast nur spannende Partien. Wenn es in der KO-Phase ähnlich weiter geht, dannn wird die EM'12 als eine der besten in die Geschichte eingehen.


Freitag, 8. Juni 2012

Start zur Euro 2012

Heute startet die EURO 2012 mit dem Match Polen gegen Griechenland.

Den Spielplan und Infos gibt es unter der Webseite der UEFA.

Link zur UEFA-Seite

Lasset die Spiele beginnen!

Montag, 21. Mai 2012

Dahoam verloren

Bayern hat das Unglaubliche geschafft. Sie haben das Champions League Finale im eigenen Stadion erreicht. Die Krönung blieb jedoch aus. Als besseres Team hat der FCB das Finale Dahoam verloren.

Der FC Bayern München war die klar bessere Mannschaft im Champions League Finale. Und doch hieß der Sieger am Ende Chelsea FC. Gründe dafür gibt es genug.

Schlechte Taktik, schwache Bank
Ein Tor war für den FC Bayern zu wenig. Relativ schnell nach Anpfiff war klar, dass Chelsea erneut jene Taktik für die Partie gewählt hat, die schon gegen Barcelona aufgegangen war. Defensiv stehen, nichts fürs Spiel tun, den Gegner anrennen lassen und irgendwie einen Treffer erzielen. Das ist eigentlich eine Art Fußball, die im Champions League Finale nichts zu suchen hat. Aber leider war diese Taktik in der Vergangenheit, und auch diesmal wieder, erfolgreich.

Der FCB hatte viel mehr vom Spiel, war aber im Abschluss harmlos und vom Pech verfolgt. Die Innenverteidigung der Engländer hatte die absolute Lufthoheit, Gomez hatte im gegnerischen Strafraum einen schweren Stand. Bayern hat es verabsäumt die eigene Taktik im Verlauf des Spiels zu modifizieren. Ein einziger Treffer nach 90 Minuten war deshalb die viel zu magere Ausbeute.

Dazu kommt, dass die Bank der Deutschen viel schwächer besetzt war, als jene der Briten. Coach Heynckes hatte damit nur begrenzte Möglichkeiten auf den Ausgleich der Blues zu reagieren.

Bayern im Schockzustand
Schon nach dem Ausgleich waren die Bayern im Schockzustand. Der hält bis heute an. Der deutsche Rekordmeister hat eine schwere Schlappe erlitten. Das Finale Dahoam verloren, dazu nur Vizemeister und im Pokalfinale von Dortmund gedemütigt. Es wird interessant, wie die Bayern diese Niederlage verarbeiten. Gröbere Aktivitäten auf dem Tranfermarkt sind wohl unumgänglich. 

Freitag, 18. Mai 2012

RBS holt den Titel, Vastic die goldene Ananas


Red Bull Salzburg ist der neue Meister der österreichischen Fußball-Bundesliga. Ob verdient oder nicht, dass sei dahingestellt. Austria Wien ist 2012/13 nicht international vertreten.

Salzburg hat den Titel geholt, das war keine große Überraschung. Auch Rapid auf Platz 2 ist nicht unerwartet. Wenige hatten jedoch Aufsteiger Admira als Dritten, und damit als Starter für die EL-Quali auf dem Plan. Das Glück der Niederösterreicher ist die Niederlage der Wiener Austria. Die Veilchen sind kommenden Herbst genau so wenig international vertreten wie Ex-Meister Sturm Graz.

Vastic vor Ablöse
Die Tage von noch Austria-Trainer Ivo Vastic sind mit ziemlicher Sicherheit gezählt. Erst am Montag will der Vorstand der Wiener entscheiden, wie es im Verein weitergeht. Platz 4 ist jedenfalls eine herbe Niederlage. Vastic hat bei seinem ersten großen Trainerjob nicht den glücklichsten Eindruck hinterlassen. Zu undurchschaubar waren seine Entscheidungen. Zu viele Fehler sind ihm in wichtigen Momenten unterlaufen.

Der ehemalige Offensivzauberer wird nun gut daran tun wieder einen Schritt zurück zu machen. Er muss sich seine Meriten als Trainer erst verdienen. Am besten bei einem kleineren Klub, bei dem er auch die Zeit hat seine Philosophie an die Mannschaft zu vermitteln. Dann werden ihn auch gestandene Spieler respektieren.

Mittwoch, 25. April 2012

Barcelona am Boden

Chelsea London steht im Finale der Champions League 2012. Barca ist ausgeschieden. Der Angsthasen-Fußball hat sich durchgesetzt.

Nun ist es also doch passiert. Barcelona, das derzeit beste Team der Welt, ist ausgeschieden. Wie einst Inter Mailand hat auch Chelsea das Kunststück geschafft, den Katalanen mit defensivem Geschick ein Bein zu stellen.

Barca nicht in Bestform
Das Ausscheiden des Favoriten ist damit zu begründen, dass Messi und Co. derzeit nicht in Bestform agieren. Zu viele Spiele haben die Blau-Roten in den Beinen. Die Akkus der Leistungsträger waren sichtbar leer.

Aber natürlich haben auch die Blues aus London einiges dazu beigetragen, dass es auch Barcelona nicht gelang, den Titel in der Königsklasse zu verteidigen. Hartes Spiel, mindestens acht Mann vor dem eigenen Strafraum und Angsthasen-Fußball der „Extraklasse“ waren diesmal selbst für die Ballzauberer aus Spanien zu viel.

Drogba schießt den Vogel ab
Dass in diesem Fall nicht die bessere, sondern die glücklichere Mannschaft mit dem Finaleinzug belohnt wurde, zeigt die Statistik. Chelsea hat mit allen Tricks gearbeitet. Einer allen voran. Didier Drogba. Ohne Zweifel ein außergewöhnlicher Stürmer, aber hat ein Fußballer seines Formats es tatsächlich nötig, so zu gewinnen??

Im Hinspiel verbrachte er mehr Zeit damit, mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden zu liegen, als auf den Beinen. Bei jedem noch so geringen Kontakt mit einem Gegenspieler, wand sich der Ivorer vor Schmerzen. Lächerlich und eigentlich eine Schande! Vorbild-Funktion erfüllt er damit sicherlich keine.

Finale in München
Heute Abend hat der FC Bayern die Chance, gegen Real Madrid, ins Finale einzuziehen. Es bleibt zu hoffen, dass in diesem Duell beide Teams mit offenem Visier spielen und sich nicht wieder eine Mannschaft im eigenen Strafraum einmauert.

Die Champions League sollte ein Klub gewinnen, der erfrischenden Angriffsfußball bietet. Angsthasen-Fußball hat Chelsea gestern genug geboten.

Sonntag, 1. April 2012

Die Liga schwächelt

Die österreichische Bundesliga hat ein Problem. Die Spiele lassen an Qualität vermissen. Tore sind Mangelware.

Es mag der schlechte Rasen auf den heimischen Plätzen mit Schuld sein. Aber alleine daran wird es nicht liegen, dass das Frühjahr 2012 bisher Fußball-Schonkost gebracht hat. Die Spielanlage der Vereine trägt schon das Ihre dazu bei, dass ein Match mit drei Treffern als wahres Torfestival bejubelt wird.

Es bleibt zu hoffen, dass besseres Wetter und besserer Rasen bald auch schönere Spiele zur Folge haben werden. Sonst ist der Zuseher-Schwund im Stadion und vor den Bildschirmen vorprogrammiert.

Freitag, 17. Februar 2012

Schlecht, schlechter, Dosenfußball

Das war ein katastrophaler Start ins Fußballjahr 2012. RB Salzburg hat das Spiel gegen Charkiw im ganz großen Stil vergeigt.

Metalist Charkiw ist keine schlechte Mannschaft. Natürlich kann man gegen diese Südamerika-Auswahl verlieren. Aber die Art und Weise, wie Salzburg verloren hat, kann einem zu denken geben.

Schlechter Start …
Schon nach wenigen Sekunden waren die Bullen, vor eigenem Publikum, mit 0:1 zurück. Nach 41 Minuten hieß es bereits 0:3, die Partie war gelaufen. Natürlich hätten die Salzburger einen Elfer bekommen müssen. Natürlich war auch der Schiedsrichter nicht immer auf Europa League Niveau, aber all das darf keine Ausrede sein.

RBS war ganz klar das schwächere Team an diesem Abend. Mendes und Douglas wirkten überfordert, Soriano hing völlig in der Luft, Leonardo war nicht ansatzweise ein Kapitän und Coach Moniz stolperte von einem Fehler in den nächsten. Seine Aufstellungsvarianten gingen völlig in die Hose.

… ganz bitteres Ende
Salzburg hatte Glück, dass Charkiw in der zweiten Spielhälfte mehr als nur einen Gang zurückgeschaltet hat. Sonst hätte es ein noch viel derberes Debakel setzen können.

Gegen Ende des Spiels zeigten die Gäste noch einmal, zu welchem Offensivspektakel sie in der Lage sind. Sie wollten noch ein Tor zum Abschluss und das Heimteam hatte dem kaum etwas entgegenzusetzen. Die logische Folge war das 0:4 in der 91. Minute.

Mit ganz bangen Erwartungen muss der Salzburg-Fan nun auf das Rückspiel in der Ukraine schauen. Setzt es noch einmal eine niederschmetternde Schlappe, oder können sich die Dosenkicker zumindest ein wenig rehabilitieren ...

Mittwoch, 11. Januar 2012

Unruhe bei Sturm

Und wieder musste ein Sturm-Präsident dran glauben. Gerald Stockenhuber legt sein Amt als Präsident des steirischen Traditionsklubs zurück und sorgt damit für gehörig Unruhe in der Winterpause.

Franco Foda ist schon weg. Der Trainer des SK Sturm Graz wird den Verein im Sommer definitiv verlassen. Nun ist auch der Präsident weg. Es scheint so, als würde den Blackies die Winterpause zu lange dauern. Da sorgt man in Graz einfach selbst für Gesprächsstoff.

Wie man hört waren unüberbrückbare Auffassungsunterschiede in der Vorstandsriege der Grund für den vorzeitigen Abschied Stockenhubers. Ob mit seinem Abgang wieder Friede einkehrt, bleibt abzuwarten. Gutes Bild macht das ganze Tohuwabohu sicher keines. Nicht bei den Fans, den eigenen Spielern und wohl auch nicht bei den Sponsoren.

Fortsetzung folgt garantiert!