Montag, 20. September 2010

BW Linz schießt den Meister aus dem Cup

Das war wohl nix! Aber auch wirklich gar nichts. RBS scheitert in der zweiten Runde des ÖFB-Cup am Regionalliga-Klub Blau-Weiß-Linz.

Sieglose Serie prolongiert
Eines war vor dem Spiel klar, gegen einen Regionalliga-Verein muss ein Sieg her. Nach fünf Pflichtspiel-Partien ohne vollen Erfolg sollte das Cupspiel das nötige Selbstvertrauen zurückbringen. Das Unterfangen ging jedoch so richtig in die Hose!

Bereits in Minute 26 lag der Außenseiter mit 1:0 vorne. Zur Pause hieß es gar 2:0.
Wer eine Aufholjagd der Bullen, im zweiten Durchgang, erwartet hatte, sah sich getäuscht.
Nach dem 3:0, in Minute 65, war das Match gelaufen. Die Salzburger vermochten nur noch den Ehrentreffer, in der Nachspielzeit, zu erzielen. Eine katastrophale Leistung!

Trainer Stevens in der Pflicht
Coach Huub Stevens sitzt bei den Bullen eigentlich fest im Sattel. Nach den mehr als mäßigen Leistungen der letzten Wochen, wird der Holländer aber wohl schwer ins Grübeln geraten sein.
Die Mienen der sportlichen Verantwortlichen, nach der Niederlage, sprachen Bände.

RBS-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer machte auf der Red Bull-Homepage seinem Unmut Luft:
„Schlechter geht’s wohl nicht. Natürlich ist die Art und Weise, wie wir zurzeit Fußball spielen, nicht akzeptabel. Da muss einfach mehr kommen. Natürlich kann man im Pokal gegen vermeintlich kleine Gegner ausscheiden – aber nicht so.“
Und weiter:
„Ich glaube nach wie vor an die Klasse der Mannschaft. Aber wir müssen endlich wieder in die Spur. Und dies raschest. Wir reden nicht über den Trainer, sondern mit dem Trainer.“
(Nachzulesen unter der RBS-Homepage)

Soll wohl heißen Trainer Stevens und seine Praktiken sind nicht mehr ganz unumstritten im Bullen-Imperium.

Europa League darf keine Blamage werden
Im Cup in der zweiten Runde ausgeschieden, in der Bundesliga nur auf dem achten Rang (RBS hat allerdings noch zwei Nachtragsspiele zu absolvieren) und in der Europa League chancenlos gegen ManCity. Das sind nicht gerade die besten Voraussetzungen für eine vor Selbstvertrauen strotzende Truppe.

Noch im letzten Jahr sorgten die Mozartstädter in der EL für Furore, als man die Gruppenphase mit sechs Siegen in ebenso vielen Spielen dominierte. Es wäre mehr als Schade, wenn sich Afolabi, Schwegler und Konsorten das alles wieder kaputt machen. Eine gute Reputation ist schnell dahin! Schon am 30. September muss Salzburg gegen Lech Posen ran. Das Auswärtsspiel wird eine echte Bewährungsprobe für die Frage: „Wieviel Herz steckt in dieser Mannschaft?“
Die Polen haben in Turin bewiesen, wie gefährlich sie sein können. Das 3:3 gegen Juve sollte für RBS Warnung genug sein.

Für die Bullen und ihren Trainer sind die Wochen der Wahrheit gekommen. Mal sehen, wieviel Geduld Big Boss Mateschitz noch hat. Zur Zeit heißt es noch abwarten und Dose trinken.

Sonntag, 5. September 2010

Auftakt zur EM-Quali gegen David

Das wird eine echte Bewährungsprobe. Österreich trifft zum Auftakt der Quali für die EURO 2012 auf einen Underdog. Kasachstan ist klarer Außenseiter, genau darin liegt ein gewisses Problem.

Ein guter Start
Dringend braucht unser Fußball-Nationalteam einen guten Start. Es geht um ein Ticket für die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine.
Mit Kasachstan und Aserbaidschan sind die ersten beiden Gegner vermeintlich leichte. Das Problem, es wird an Österreich liegen das Spiel zu machen und Tore zu schießen. Ein Unterfangen, welches unserem Team nicht gerade in die Hände spielt. Teamchef Constantini steht vor einer schwierigen Aufgabe. Einerseits ist klar, gegen unseren Auftaktgegner Kasachstan sind wir Favorit. Alle erwarten drei Punkte. Das Team muss mit breiter Brust auftreten und auch auf dem Platz zeigen, wer der Herr ist. Vom Anpfiff an muss mit vollem Ernst zu Werke gegangen werden.
Andererseits dürfen unsere Kicker auf gar keinen Fall zu überheblich agieren. Sonst könnte es schon zum Auftakt ein böses Erwachen geben.

Kasachstan hat am ersten Spieltag, an dem Österreich noch pausieren musste, 0:3 gegen die Türkei verloren. Das war vor eigenem Publikum. In der Fremde könnten die Kasachen noch unberechenbarer sein. Sie haben nichts zu verlieren, können abwartend agieren. Auch unser Gegner weiß, dass wir angreifen müssen.

Deutschland besiegt Belgien
Unser Nachbar und Gruppengegner ist gut in die Quali gestartet. In Belgien gab es drei Punkte. Zwar gewannen Müller, Klose und Co. nur mit 1:0, aber nach dem Ergebnis fragt schon bald keiner mehr.
Zum Duell mit unseren Lieblingsnachbarn kommt es erst im Frühsommer 2011. Bis dahin wird sich bereits vieles entschieden haben. Denn, nur der Gruppensieger kommt sicher weiter.

Eines kann man jedoch jetzt schon sagen, diese Gruppe wird richtig schwierig. Nicht nur Deutschland und sicher auch die Türkei sind große Brocken. Auch Belgien, mit einem jungen und hungrigen Team, ist nicht zu unterschätzen. Kasachstan und Aserbaidschan sind unangenehme Außenseiter.

Der Traum von der Endrunde
Teamchef Didi Constantini wird diesmal an den Ergebnissen gemessen werden, daran führt kein Weg vorbei. Das Ziel muss der Gruppensieg sein, auch wenn es vermessen klingt. Klar, andere Mannschaften sind über unsere zu stellen. Sie verfügen über klingendere Namen, haben in der Historie mehr erreicht. Das alles zählt aber jetzt nicht mehr. Unser junges Team verfügt über Qualität. Es gibt einige Legionäre, die nicht nur die Bank drücken. Von der Tormann-Position bis zum Stürmer ist Talent vorhanden.

Am 7. September wird die ÖFB-Elf die Quali nicht gewinnen, wohl auch nicht verlieren. Trotzdem, der Start wird den Weg weisen. Steht man beim zweiten Spiel schon schwer unter Druck, oder wächst Spiel für Spiel ein echtes Kollektiv zusammen?
Österreich als Goliath, das gibt es nicht oft. Bleibt zu hoffen, dass die Kasachen kommenden Dienstag keine Steinschleuder dabei haben.