Der Herbst/Winter-Durchgang der Fußball-Bundesliga hat einiges an Highlights gebracht. Leider aber auch einige Aktionen, die ziemlich daneben waren. Von gemeinen Fouls physischer, aber auch verbaler Natur gibt es genug zu berichten. Der zweite Teil einer Bestandsaufnahme.
Die Bullen und ihr Dompteur
Nicht nur Rapid hat einen Trainer, der im Umgang mit den Medien einiges zu lernen hat. Wenn der Coach der Salzburger, egal ob vor oder nach einem Spiel, zum Interview antritt, ist seiner Miene eines abzulesen: „Ihr habt ja alle keine Ahnung vom Fußball. Ich bin der einzige der sich auskennt und jetzt muss ich versuchen euch Unwissenden Rede und Antwort zu stehen. Es gibt nichts was mir mehr zuwider wäre“, scheint sein Auftreten herauszuschreien.
Genau so verhält sich der Niederländer dann auch. Jede Reporterfrage scheint erneut eine Beleidigung seiner Intelligenz und eine Verschwendung seiner Zeit zu sein. Was Stevens offenbar vergessen hat, ohne die Fans und die Medien hätte er keinen Job. Es gäbe keinen Profifußball!
Natürlich ist oftmals die eine oder andere Journalisten-Frage dabei, die – gelinde gesagt – etwas besser durchdacht sein könnte. Ein intelligenter, höflicher und auskunftsbereiter Trainer könnte aber genau bei jenen Fragen mit Eloquenz punkten. Eine Fertigkeit von der Stevens wohl noch nicht viel gehört hat.
Dragovic sorgt für Kopfschütteln
Aleksandar Dragovic ist 19 Jahre alt. Diese Tatsache kann man ihm zu Gute halten, wenn man bedenkt, dass das Jahr 2010 nicht gerade als ruhmreichstes in seiner Karriere in die Annalen eingehen wird. Dabei steht die internationale sportliche Erfolglosigkeit seines Vereins, der Wiener Austria, eher im Hintergrund.
Wichtiger da schon, dass der junge Innenverteidiger, der eigentlich mit starken Leistungen trotz seiner Jugend aufzufallen pflegte, 2010 eher durch Kritik an diversen Schiedsrichtern und deren Leistungen im Fokus stand. Das steht einem jungen Profi, vor allem in dieser unreflektierten Form, nicht zu. Kein Ruhmesblatt!
Für Unverständnis sorgte auch sein Torjubel nach dem 1:1 im Spiel gegen Salzburg. Dragovic besteht zwar darauf, dass der ausgestreckte Daumen, Zeige- und Mittelfinger nicht den Tschetnik-Gruß symbolisieren sollte. Trotzdem zeugt diese Aktion von wenig Weitblick und Mitgefühl. Viele Zuseher werden sich an einen Aspekt einer nicht gerade rühmlichen, noch nicht allzu weit zurück liegenden, „jugoslawischen Vergangenheit“ erinnert haben. Das hat im Fußball nichts verloren.
Mattersburg und die Kartensünder
Immer wieder wird die Qualität der österreichischen Liga angezweifelt und bekrittelt. Ein Punkt der dazu beiträgt ist die Tatsache, dass einige Teams nur darauf aus sind ein schönes Fußballspiel zu unterbinden. Die Holzhacker-Truppe Nummer eins der Herbstsaison 2010 ist der SV Mattersburg. Mit mehr als 60 gelben und gelb-roten Karten sind die Burgenländer einsame Spitze, was das unfaire Spiel betrifft. Bitter, wenn dass das einzige Mittel ist, um einen Gegner in Schach zu halten.
In wenigen Wochen startet die Frühjahrssaison 2011. Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass der eine oder andere Sünder während der besinnlichen Weihnachtszeit zum Nachdenken kommt. Immerhin ist die Einsicht der erste Schritt auf dem Weg zur Besserung!
Montag, 27. Dezember 2010
Sonntag, 12. Dezember 2010
Die Dummies der Bundesliga-Herbstsaison 2010
Der Herbst/Winter-Durchgang der Fußball-Bundesliga hat einiges an Highlights gebracht. Leider aber auch einige Aktionen, die ziemlich daneben waren. Von gemeinen Fouls physischer, aber auch verbaler Natur gibt es genug zu berichten.
Naumoski schießt den Vogel ab
Keine Frage, der Mattersburger Fußballprofi ist ein guter Kicker. Mit Technik beschlagen und mit einem guten Torriecher ausgestattet. Trotzdem kennen ihn die Meisten aufgrund einer anderen, eher weniger ehrenwerten Qualität. Naumoski rastet hobby- und regelmäßig aus. In guter oder eher schlechter Erinnerung noch die Würgeattacke gegen den eigenen Klubkollegen Robert Waltner im Frühjahr 2010, begann der Mazedonier die Saison, wie man das von ihm erwarten kann – nämlich mit einer Sperre von fünf Spielen. Nach einem Ausraster in einem Testspiel wurde der Heißsporn wegen unsportlichen Verhaltens und Schiedsrichterbeleidigung zum wiederholten Mal vom Platz gestellt.
Abseits des Fußballplatzes sieht sich der mazedonische Teamstürmer immer wieder mit Klagen konfrontiert (für ihn gilt natürlich die Unschuldsvermutung). In einem Grazer Lokal soll er einem Mann mit der Faust geschlagen und mit einem Messer bedroht haben. In Wien hat er angeblich einem jungen Mopedfahrer mit Prügeln gedroht. Zuletzt sorgte Naumoski beim Spiel Wiener Neustadt gegen Mattersburg für Aufsehen. Nach dem Spiel soll er den Zeugwart der Neustädter geschlagen haben. Das vorläufige Ende einer langen Serie von Aussetzern.
Immer wieder sorgt der wenig besonnene Kicker auch in Interviews mit haarsträubenden Aussagen für Kopfschütteln bei fast allen Fußballfans. Eines ist klar, dieser Fußballer hat seinen schlechten Ruf inzwischen abonniert. Dass er völlig unschuldig daran ist, ist auszuschließen. Den Beweis dafür tritt der Mattersburger praktisch wöchentlich an.
Rapid und seine Ungustln
Nicht nur Mattersburg hat einen Badboy. Auch wenn sich die beiden Unsympathler des SCR wie echte Chorknaben im Vergleich zu Naumoski ausnehmen. Peter Pacult ist es spätestens 2010 gelungen zu einem der unbeliebtesten Trainer der Bundesliga zu avancieren. Der Coach der Grün-Weißen wird von Fernsehreportern verflucht und von den Zusehern vor den Schirmen belächelt. Mit einer unglaublichen Beständigkeit gelingt es ihm, jede Reporter-Frage mit einer dummen Entgegnung mehr oder eher weniger zu beantworten. Der ehemalige Briefträger hat wohl aus irgend einem Grund eine besondere Abneigung vor Mikrofonen und Kameras. Vielleicht wäre es zielführend, wenn er die Winterpause dazu nutzt, um sich einer Therapie zu unterziehen und die Gründe dieser Antipathie genauer zu erforschen.
Andreas Dober, der zweite Rapidler, der es in die Hitparade der Negativbeispiele 2010 geschafft hat, hat zwar nicht das beste Verhältnis zu Trainer Pacult, steht aber seinem Chef in Sachen schlechtes Vorbild für die Jugend in wenig nach. Letztes Beispiel dafür das Derby im Horr-Stadion, in dem der Verteidiger seinen Gegenspieler zum Begehen einer Handgreiflichkeit provozierte. Dober hatte Austria-Mittelfeldspieler Liendl von hinten mit einem Ellbogencheck erwischt. Dieser hatte sich mit einem Rempler revanchiert und dafür die Rote Karte gesehen. Sicherlich nicht unwesentlich dafür, dass Rapid die Partie erfolgreich über die Runden gebracht hat. Wer sich die Zeitlupen-Studien dieser Aktion ansieht, dem wird schnell klar, dass das Foul von Dober mit purer Absicht gesetzt wurde und er den Ausschluss des Gegners provoziert hat. Kühn, dass sich der Rapid-Verteidiger nach dem Spiel vor die Kameras stellt und lächelnd, mit verschmitztem Blick, seine Unschuld beteuert. Dober hält wohl alle Zuseher für Idioten! Den Begriff Fairplay kennt er nur vom Hörensagen.
In 14 Tagen gibt es weitere Negativ-Highlights zu lesen!
Naumoski schießt den Vogel ab
Keine Frage, der Mattersburger Fußballprofi ist ein guter Kicker. Mit Technik beschlagen und mit einem guten Torriecher ausgestattet. Trotzdem kennen ihn die Meisten aufgrund einer anderen, eher weniger ehrenwerten Qualität. Naumoski rastet hobby- und regelmäßig aus. In guter oder eher schlechter Erinnerung noch die Würgeattacke gegen den eigenen Klubkollegen Robert Waltner im Frühjahr 2010, begann der Mazedonier die Saison, wie man das von ihm erwarten kann – nämlich mit einer Sperre von fünf Spielen. Nach einem Ausraster in einem Testspiel wurde der Heißsporn wegen unsportlichen Verhaltens und Schiedsrichterbeleidigung zum wiederholten Mal vom Platz gestellt.
Abseits des Fußballplatzes sieht sich der mazedonische Teamstürmer immer wieder mit Klagen konfrontiert (für ihn gilt natürlich die Unschuldsvermutung). In einem Grazer Lokal soll er einem Mann mit der Faust geschlagen und mit einem Messer bedroht haben. In Wien hat er angeblich einem jungen Mopedfahrer mit Prügeln gedroht. Zuletzt sorgte Naumoski beim Spiel Wiener Neustadt gegen Mattersburg für Aufsehen. Nach dem Spiel soll er den Zeugwart der Neustädter geschlagen haben. Das vorläufige Ende einer langen Serie von Aussetzern.
Immer wieder sorgt der wenig besonnene Kicker auch in Interviews mit haarsträubenden Aussagen für Kopfschütteln bei fast allen Fußballfans. Eines ist klar, dieser Fußballer hat seinen schlechten Ruf inzwischen abonniert. Dass er völlig unschuldig daran ist, ist auszuschließen. Den Beweis dafür tritt der Mattersburger praktisch wöchentlich an.
Rapid und seine Ungustln
Nicht nur Mattersburg hat einen Badboy. Auch wenn sich die beiden Unsympathler des SCR wie echte Chorknaben im Vergleich zu Naumoski ausnehmen. Peter Pacult ist es spätestens 2010 gelungen zu einem der unbeliebtesten Trainer der Bundesliga zu avancieren. Der Coach der Grün-Weißen wird von Fernsehreportern verflucht und von den Zusehern vor den Schirmen belächelt. Mit einer unglaublichen Beständigkeit gelingt es ihm, jede Reporter-Frage mit einer dummen Entgegnung mehr oder eher weniger zu beantworten. Der ehemalige Briefträger hat wohl aus irgend einem Grund eine besondere Abneigung vor Mikrofonen und Kameras. Vielleicht wäre es zielführend, wenn er die Winterpause dazu nutzt, um sich einer Therapie zu unterziehen und die Gründe dieser Antipathie genauer zu erforschen.
Andreas Dober, der zweite Rapidler, der es in die Hitparade der Negativbeispiele 2010 geschafft hat, hat zwar nicht das beste Verhältnis zu Trainer Pacult, steht aber seinem Chef in Sachen schlechtes Vorbild für die Jugend in wenig nach. Letztes Beispiel dafür das Derby im Horr-Stadion, in dem der Verteidiger seinen Gegenspieler zum Begehen einer Handgreiflichkeit provozierte. Dober hatte Austria-Mittelfeldspieler Liendl von hinten mit einem Ellbogencheck erwischt. Dieser hatte sich mit einem Rempler revanchiert und dafür die Rote Karte gesehen. Sicherlich nicht unwesentlich dafür, dass Rapid die Partie erfolgreich über die Runden gebracht hat. Wer sich die Zeitlupen-Studien dieser Aktion ansieht, dem wird schnell klar, dass das Foul von Dober mit purer Absicht gesetzt wurde und er den Ausschluss des Gegners provoziert hat. Kühn, dass sich der Rapid-Verteidiger nach dem Spiel vor die Kameras stellt und lächelnd, mit verschmitztem Blick, seine Unschuld beteuert. Dober hält wohl alle Zuseher für Idioten! Den Begriff Fairplay kennt er nur vom Hörensagen.
In 14 Tagen gibt es weitere Negativ-Highlights zu lesen!
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