Freitag, 26. Februar 2010

Constantinis Siegerteam

Didi Constantini ist nicht gerade dafür bekannt mit dem Strom zu schwimmen. Mit dem anstehenden Testspiel gegen Dänemark (03/03/10) beginnt für das heimische Fußball-Nationalteam die Vorbereitung auf die EM-Quali 2012. Wieder einmal sorgt der Teamchef mit seiner Kader-Zusammenstellung für heiße Diskussionen.

Ein neuer Kapitän
Paul Scharner hat als Kapitän des heimischen Nationalteams ausgedient. Damit stellt sich die Frage, wer die Constantini-Elf im kommenden Freundschaftsspiel gegen Dänemark auf das Spielfeld führen wird. Emanuel Pogatetz steht nach langer Verletzungspause wieder im Kader. Der frühere Kapitän könnte kommende Woche sein Comeback feiern. Ob er dabei wieder die Schleife tragen wird, steht noch in den Sternen. Im Gespräch sind auch Marc Janko und Christian Fuchs.

Etwas Anderes scheint indes festzustehen. Didis Idee, die Abwehr nur aus Innenverteidigern zusammenzustellen, scheint schon im Ansatz gescheitert.

Ein Legionär hat's schwer
Legionäre stehen beim Teamchef nicht gerade hoch im Kurs. Mit Pogatetz, Scharner, Fuchs, Alaba und Dag stehen nur drei Fremdarbeiter im Aufgebot. In der Startformation dürften maximal zwei bis drei stehen. Ansonsten sollen es die Stammkräfte aus der heimischen Bundesliga richten.

Wie die endgültige Aufstellung gegen die Dänen aussehen wird, werden wir erst am Mittwoch Abend wissen. Didi Constantini muss aber wohl noch ganz schön an seinem Siegerteam arbeiten. Man denke nur an das Spanien-Spiel, aus dem letzten Jahr, zurück. Mit einer Leistung wie dieser hat Österreich in der EM-Quali sicher nicht den Hauch einer Chance.
In diesem Sinnen darf es in diesem Jahr sicherlich ein bisschen mehr sein!

Bullen haben ausgespielt
Nachdem RedBull Salzburg Standard Lüttich bereits im Hinspiel am Boden hatte, ist die Europacup-Saison der Bullen nach dem Heimspiel vorbei. Die 2:3-Niederlage in Belgien, nach vergebener 2:0-Führung, war für harmlos spielende Dosenkicker, vor eigenem Publikum, nicht mehr wett zu machen.

Die Ochsentruppe ist damit als letztes heimisches Team aus einem internationalen Wettbewerb ausgeschieden. Notwendig war dieses Ausscheiden keinesfalls. Umso bedauerlicher, dass damit die großartige Serie aus dem Herbst nicht ins neue Jahr mitgenommen werden konnte.

Samstag, 20. Februar 2010

intermediate

Nachdem die Linzer, unter Neo-Coach Heli Kraft, einen optimalen Frühjahrsauftakt feiern konnten, wird sich diesen Sonntag weisen, wie weit das Team wirklich ist.

Hat man den schwachen Herbst gut verarbeitet und schlagen die neuen Stürmer so ein wie erhofft?

Das Spiel gegen Titelfavorit Salzburg wird für die ganze Mannschaft und den Betreuerstab zum echten Härtetest.

Auch Salzburg hat Wiedergutmachung zu leisten. Nach der bitteren Niederlage in der Europa League ist von den Bullen diesmal etwas mehr Durchhaltevermögen gefragt.

Mittwoch, 17. Februar 2010

Ring frei zum Frühjahrsauftakt

Die Frühjahrssaison steht vor der Tür. König Fußball hält endlich wieder Einzug im Land. Während beim LASK eine mehrwöchige Aufführung des Kasperltheater als Saison-Vorbereitung gewählt wurde, hat unser Nationalteam eine neue Perspektive bekommen.

Spinnen die Oberösterreicher
Eigentlich könnte man an eine Faschingsmeldung denken, wenn in den Medien ein Trainer seinen Präsidenten als mehr oder weniger inkompetent hinstellt. Wenn jener Verein seinen Coach als nicht wirklich mit der heimischen Liga vertraut tituliert.
In dieser Beziehung bekommt der Begriff vereinsschädigendes Verhalten eine ganz neue Bedeutung. Wenn sogar die Sponsoren des LASK auf die Barrikaden steigen und sich und ihr Produkt nicht mehr wirklich im Einklang mit diesem Verein sehen. Ja dann ist Feuer am Dach.

Präsident Reichel hat reagiert und einen neuen Trainer installiert. Heli Kraft soll's richten. Es dürfte wohl jede Menge Arbeit auf den ehemaligen Neustadt-Coach zukommen. Es ist kaum anzunehmen, dass die Mannschaft und die Moral selbiger nicht unter dem ganzen Zirkus gelitten hat. Nicht zu vergessen, dass die Linzer ihren Topscorer abgeben mussten und keinen adäquaten Ersatz auftreiben konnten. Ohne Wallner wird das Unternehmen Klassenerhalt sicher nicht leichter.

2012 als großes Ziel
Für Didi Constantini geht es nicht um den Abstieg, sondern um die Qualifikation.
2008 war Österreich zum ersten Mal Teil einer Europameisterschaft im Fußball. Als Veranstalter war man fix qualifiziert. 2012 in Polen und der Ukraine wollen Payer, Schiemer und Co aus eigener Kraft an der Endrunde teilnehmen.

Die Auslosung der Gruppen hat unser Team diesem Ziel nicht wirklich näher gebracht. Härter hätte es uns wohl kaum treffen können. In einer Gruppe mit Deutschland und der Türkei. Dazu noch Belgien, Kasachstan und Aserbaidschan. Anbetracht dessen, dass nur der Gruppensieger fix zur Euro fährt, eine schier unlösbare Aufgabe.

Nichts zu verlieren
Auf der anderen Seite haben unsere jungen Kicker nichts zu verlieren. Gegen Deutschland sind wir krasser Außenseiter, die Türkei ist ein Team, das uns überhaupt nicht liegt. Wir haben praktisch keine Chance und genau die müssen wir nützen. Frei nach dem Motto: „Die Niederlage als Gewissheit, geringe Aussicht auf Erfolg,… Worauf warten wir dann noch?“

Restart

Der Fußball als Metapher für das Leben. Das runde Leder als absoluter Mittelpunkt des Universums. Glanztaten sollten nicht unkommentiert bleiben, also ...

... genau darum gibt es diese Kolumne über die wichtigste Nebensache der Welt!!