Samstag, 12. Oktober 2013

Der Traum ist geplatzt

Schweden gewinnt gegen Österreich. Der WM-Traum ist damit zu Ende.

Es hätte wirklich etwas werden können. Die ÖFB-Elf hatte einen Punktegewinn in Stockholm, nach 45 Minuten, praktisch schon eingefahren. Dann kam es doch wieder anders.

Schweden-Coach reagiert richtig
Nach der ersten Hälfte war Österreich auf Kurs. Die 1:0-Führung hätte Sicherheit geben können, tat es aber nicht. Schweden riskierte viel und wurde dafür belohnt.

Coach Hamren hatte schon in der ersten Hälfte erkannt, dass Österreichs rechte Abwehrseite verwundbar war. Schwedens Linksaußen Kacaniklic bereitete Österreichs Rechtsverteidiger Garics große Probleme. Genau hier setzten die Schweden an. Ibrahimovic, der in der ersten Hälfte – im Zentrum – gut von Dragovic entschärft wurde, wich im zweiten Durchgang oft genau auf diese linke Seite aus. Teamchef Koller reagierte nicht rechtzeitig darauf, die Folge der Ausgleich, der über eben jene Seite vorgetragen wurde.

Mit der Einwechslung von Leitgeb erwies der Schweizer Coach der Österreicher erneut kein glückliches Händchen, an diesem Abend. Leitgeb fand keine Bindung ans Spiel, die Gastgeber wurden immer stärker. Auch der zweite Treffer des Drei-Kronen-Teams wurde über links vorbereitet. Die Offensive der Blau-Gelben hatte ihre Schuldigkeit getan.

Unfairer Schwede
Die Chance auf ein Unentschieden lebte dennoch. Rot-weiß-rot besann sich wieder auf den Vorwärtsgang und kam in Tornähe. Ein bislang faires Spiel wurde härter, die Schweden kämpften jetzt mit allen Mitteln. Die Ellenbögen wurden ausgefahren.

Dann die unschönste Szene, die dem Sieg der Schweden einen bitteren Beigeschmack verleiht. Elmander foult Arnautovic, der stürmt auf den Schweden zu. Die Beiden stoppen Kopf an Kopf. Elmander täuscht einen Kopfstoß vor, lässt sich – wie von einer Kugel getroffen – zu Boden fallen. Der Schiedsrichter fällt auf diese dümmliche Aktion herein. Die Folge: Rot für Arni! Eine grobe Fehlentscheidung, die übliche unüberlegte Reaktion unseres Hitzkopfs und eine armselige Schauspiel-Nummer des Schweden.

Der dümmste Satz
Danach war auch der letzte Elan der Österreicher verflogen. Die Partie entschieden. Der Traum ausgeträumt.

Es bleibt nur eines und das ist ein Satz, den wohl kaum mehr ein österreichischer Fußballfan hören kann: „Auf dieser Leistung kann man aufbauen!“ Was soll man auch sonst sagen ...



Samstag, 31. August 2013

Mourinho kann's nicht lassen

Bayern nimmt im Supercup Revanche an Chelsea. Mourinho kann sich einen Seitenhieb nicht verkneifen.

"Das bessere Team hat verloren." So kommentierte Chelsea-Coach Mourinho die Niederlage seiner Blues. Der exzentrische Trainer hat das Match wieder einmal anders gesehen, als die meisten Fans. Bayern konnte sich zwar erst im Elferschießen durchsetzen, der Sieg war aber hochverdient. Über 120 Minuten waren die Deutschen die bessere Mannschaft. Mehr Ballbesitz, mehr Torschüsse und abgebrühter bei den Penaltys. Am Ende jubelte die akivere Truppe.

Mourinho macht sich mit solchen Aussagen erneut keine Freunde. Aber, dass er gerne mal ein schlechter Verlierer ist, hat der Portugiese ja schon hinlänglich bewiesen.


Freitag, 9. August 2013

Eurofighter mit durchwachsener Leistung

Die Europacup-Saison hat begonnen. Österreichs Vertreter sind mit ganz unterschiedlichen Leistungen in den Bewerb gestartet.

Sturm Graz hat international einen höchst blamablen Auftritt hingelegt. Das Ausscheiden gegen Breidablik, aus Island, war ganz bitter. Schwache Steirer und ein Grazer Neo-Trainer, der seine Schützlinge mit Flanken gegen die baumlangen isländischen Abwehrspieler agieren ließ, haben das Aus besiegelt.

Salzburg hat sich gegen Fenerbahce ganz gut geschlagen, muss sich aber vorwerfen lassen, eine unterirdische Chancen-Auswertung geboten zu haben. Unterm Strich bleibt: RBS hat es wieder nicht geschafft, in die CL-Gruppenphase einzuziehen. Das Minimalziel EL sollte geschafft werden, um nicht jetzt schon wieder von einer verkorksten Saison sprechen zu müssen.

Rapid hat sich gegen Asteras Tripolis toll verkauft. 1:1 im Hinspiel und ein 3:1-Erfolg vor eigenem Publikum. Die Grün-Weißen stehen höchst verdient im Playoff um den Einzug in die EL-Gruppenphase.

Austria Wien ist zwar weiter, aber ein Ruhmesblatt war das keines. 1:0 im Gesamtscore gegen Hafnarfjördur. Fast hätte es eine zweite isländische Mannschaft geschafft, Österreich zu ärgern. Gegen Zagreb wird sich die Austria deutlich steigern müssen, soll tatsächlich der Einzug in die Champ-League geschafft werden.

Pasching (Cupsieger) steigt erst in der nächsten Runde ein.


Dienstag, 23. April 2013

Spannende Meisterschaft

Die Meisterschaft 2012/13 gestaltet sich spannender als erwartet. Der Abstiegskampf ist heiß, aber auch der Titel ist noch nicht vergeben.

Eigentlich dachten alle: die Austria ist Meister! Aber manchmal kommt es anders, als man denkt. Die Wiener zeigen Nerven und scheinen das Siegen verlernt zu haben. Und die Salzburger haben einen echten Lauf.

Das Restprogramm der Austria
Noch haben die Veilchen sechs Zähler Vorsprung auf RBS. Klingt nach viel, ist aber schnell verspielt. In den verbleibenden sechs Runden hat die Austria kein leichtes Restprogramm.

  1. Runde: Admira - Austria
  2. Runde: Austria - Ried
  3. Runde: Innsbruck - Austria
  4. Runde: Austria – Wr. Neustadt
  5. Runde: Austria - Mattersburg
  6. Runde: Salzburg - Austria

Salzburgs Weg zum Titel
In der letzten Runde kommt es also zum Duell Salzburg gegen die Austria. Vor eigenem Publikum haben die Bullen dann alle Chancen, wenn sie bis zu diesem Spiel mindestens drei weitere Punkte auf die Austria gut machen. Das ist den Mozartstädtern durchaus zuzutrauen.

  1. Runde: Rapid - Salzburg
  2. : Salzburg - Admira
  3. : Wr. Neustadt - Salzburg
  4. : Salzburg - Innsbruck
  5. : Ried - Salzburg
  6. : Salzburg - Austria

Geht man davon aus, dass Red Bull alle verbleibenden Spiele (bis zum direkten Duell) gewinnt, dann müsste die Austria 13 Punkte (bis zur letzten Runde) holen, um von den Bullen am letzten Spieltag nicht mehr abgefangen werden zu können. Kein leichter Weg. 



Freitag, 19. April 2013

Rapid in Nöten

Rapid ist in der Krise und hat trotzdem noch alle Chancen. Trainer Schöttel ist seinen Job los, Barisic soll das Ruder herumreissen.

Das Aus im Cup gegen Pasching hat Peter Schöttel den Job gekostet. Die lustlose Vorstellung der Rapid-Elf war dann doch zu viel.
Jetzt sollen Barisic und Jancker retten, was zu retten ist. Schon am kommenden Sonntag steht das Derby gegen die Wiener Austria auf dem Programm. Beide Teams stehen dabei unter Druck. Rapid, weil der Rekordmeister Gefahr läuft den Europacup-Startplatz zu verlieren. Die Austria, weil bei einer Niederlage die Meisterschaft doch noch einmal spannend werden könnte.

Es bleibt abzuwarten, ob das neue Trainer-Gespann es schafft, Rapid zurück auf die Spur des Erfolgs zu führen. Der Druck, vor allem von Teilen der Fans, ist enorm. Die Aufgabe wird richtig schwierig.


Samstag, 23. Februar 2013

Eine neue Saison

Die Kugel rollt wieder. Die kalte Jahreszeit ist fast vorbei. Dementsprechend rückt der Fußball wieder in den Fokus.

Das österreichische Fußball-Nationalteam hat das Jahr 2013, fast schon traditionell, mit einer Niederlage begonnen. Gegen Wales setzte es eine 1:2-Schlappe.
Auch Champions League wird wieder gespielt. Dabei musste sich Barcelona überraschend dem AC Milan, mit 0:2, geschlagen geben.
Rapid hat zum Auftakt der Meisterschaft, überraschender Weise, ein gutes Spiel abgeliefert und trotzdem gegen Erzrivale Austria verloren.

Somit ist eigentlich vieles beim Alten, in dieser neuen Saison. Österreich verliert, Rapid kämpft und verliert und auch große Teams gewinnen nicht alles. Überraschungen gibt es immer wieder. Gerade im Fußball.