Der Herbst/Winter-Durchgang der Fußball-Bundesliga hat einiges an Highlights gebracht. Leider aber auch einige Aktionen, die ziemlich daneben waren. Von gemeinen Fouls physischer, aber auch verbaler Natur gibt es genug zu berichten.
Naumoski schießt den Vogel ab
Keine Frage, der Mattersburger Fußballprofi ist ein guter Kicker. Mit Technik beschlagen und mit einem guten Torriecher ausgestattet. Trotzdem kennen ihn die Meisten aufgrund einer anderen, eher weniger ehrenwerten Qualität. Naumoski rastet hobby- und regelmäßig aus. In guter oder eher schlechter Erinnerung noch die Würgeattacke gegen den eigenen Klubkollegen Robert Waltner im Frühjahr 2010, begann der Mazedonier die Saison, wie man das von ihm erwarten kann – nämlich mit einer Sperre von fünf Spielen. Nach einem Ausraster in einem Testspiel wurde der Heißsporn wegen unsportlichen Verhaltens und Schiedsrichterbeleidigung zum wiederholten Mal vom Platz gestellt.
Abseits des Fußballplatzes sieht sich der mazedonische Teamstürmer immer wieder mit Klagen konfrontiert (für ihn gilt natürlich die Unschuldsvermutung). In einem Grazer Lokal soll er einem Mann mit der Faust geschlagen und mit einem Messer bedroht haben. In Wien hat er angeblich einem jungen Mopedfahrer mit Prügeln gedroht. Zuletzt sorgte Naumoski beim Spiel Wiener Neustadt gegen Mattersburg für Aufsehen. Nach dem Spiel soll er den Zeugwart der Neustädter geschlagen haben. Das vorläufige Ende einer langen Serie von Aussetzern.
Immer wieder sorgt der wenig besonnene Kicker auch in Interviews mit haarsträubenden Aussagen für Kopfschütteln bei fast allen Fußballfans. Eines ist klar, dieser Fußballer hat seinen schlechten Ruf inzwischen abonniert. Dass er völlig unschuldig daran ist, ist auszuschließen. Den Beweis dafür tritt der Mattersburger praktisch wöchentlich an.
Rapid und seine Ungustln
Nicht nur Mattersburg hat einen Badboy. Auch wenn sich die beiden Unsympathler des SCR wie echte Chorknaben im Vergleich zu Naumoski ausnehmen. Peter Pacult ist es spätestens 2010 gelungen zu einem der unbeliebtesten Trainer der Bundesliga zu avancieren. Der Coach der Grün-Weißen wird von Fernsehreportern verflucht und von den Zusehern vor den Schirmen belächelt. Mit einer unglaublichen Beständigkeit gelingt es ihm, jede Reporter-Frage mit einer dummen Entgegnung mehr oder eher weniger zu beantworten. Der ehemalige Briefträger hat wohl aus irgend einem Grund eine besondere Abneigung vor Mikrofonen und Kameras. Vielleicht wäre es zielführend, wenn er die Winterpause dazu nutzt, um sich einer Therapie zu unterziehen und die Gründe dieser Antipathie genauer zu erforschen.
Andreas Dober, der zweite Rapidler, der es in die Hitparade der Negativbeispiele 2010 geschafft hat, hat zwar nicht das beste Verhältnis zu Trainer Pacult, steht aber seinem Chef in Sachen schlechtes Vorbild für die Jugend in wenig nach. Letztes Beispiel dafür das Derby im Horr-Stadion, in dem der Verteidiger seinen Gegenspieler zum Begehen einer Handgreiflichkeit provozierte. Dober hatte Austria-Mittelfeldspieler Liendl von hinten mit einem Ellbogencheck erwischt. Dieser hatte sich mit einem Rempler revanchiert und dafür die Rote Karte gesehen. Sicherlich nicht unwesentlich dafür, dass Rapid die Partie erfolgreich über die Runden gebracht hat. Wer sich die Zeitlupen-Studien dieser Aktion ansieht, dem wird schnell klar, dass das Foul von Dober mit purer Absicht gesetzt wurde und er den Ausschluss des Gegners provoziert hat. Kühn, dass sich der Rapid-Verteidiger nach dem Spiel vor die Kameras stellt und lächelnd, mit verschmitztem Blick, seine Unschuld beteuert. Dober hält wohl alle Zuseher für Idioten! Den Begriff Fairplay kennt er nur vom Hörensagen.
In 14 Tagen gibt es weitere Negativ-Highlights zu lesen!
Sonntag, 12. Dezember 2010
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