Mittwoch, 16. Juni 2010

Südafrika als Mittelpunkt der Fußballwelt

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika hat begonnen. Das ganze Land befindet sich im Ausnahmezustand.

Auftakt nach Maß
Wahrlich einen gelungenen Start kann Gastgeber Südafrika verbuchen. Mit dem 1:1 gegen Mexiko gelang der Bafana Bafana der erste Punkt im ersten Spiel. Gerade in der zweiten Hälfte war Südafrika den Mexikanern auch spielerisch überlegen. Der Sieg wäre keineswegs unverdient gewesen.

Der Erfolg der Lokalmatadoren hat die Stimmung im Land noch weiter angeheizt. Ein wahres Fußballfest ist im Gange.

Uruguay und Frankreich trennten sich mit einem torlosen Remis. Die Südamerikaner haben zwar einen Traumsturm (Anm.: Forlan und Suarez), aber ein echter Vorbereiter fehlte in der ersten Partie. So gelang es kaum gefährliche Torraumszenen zu kreieren.
Die Franzosen wiederum hätten einen Knipser gut gebrauchen können. Anelka, Govou, Ribery und der eingewechselte Henry wirkten viel zu harmlos. Es fehlte jegliches Feuer.

Argentinien und Deutschland überzeugen
Zwar konnte Argentinien Nigeria nur mit einem denkbar knappen Ergebnis von 1:0 besiegen, es wäre allerdings mehr drin gewesen. Alleine der Weltfußballer des Jahres 2009, Lionel Messi, hätte noch locker zwei, drei weitere Tore erzielen können. Die Nigerianer können sich bei ihrem Torhüter Vincent Enyeama bedanken, der mit Weltklasse-Paraden eine höhere Niederlage verhindern konnte.

Auch vom Ergebnis her wussten unsere deutschen Nachbarn zu glänzen. Mit einem 4:0 gegen Australien setzten Lahm, Müller und Co. ein erstes Ausrufezeichen. Mit ähnlichen Leistungen in den verbleibenden zwei Gruppen-Spielen würde man zum Topfavoriten auf den Titel mutieren. Aber Achtung, die Gegner werden stärker. Mal schauen, ob Deutschland mit der Aufgabe wächst.

Favoriten enttäuschen
Gleich drei der größten Favoriten konnten zum WM-Start nicht überzeugen. Italien mühte sich gegen Paraguay zu einem 1:1-Remis. Brasilien konnte gegen das vermeintlich schwächste WM-Team, Nordkorea, gerade einmal 2:1 gewinnen und England musste sich im Duell mit der USA ebenfalls mit einem 1:1 zufrieden geben.

Dabei sorgte der englische Keeper für ein Hoppala, dass ihm den Stammplatz kosten könnte. Nach einem leichten und eher ungefährlichen Schuss aufs Tor, ließ der Schlussmann den Ball ins Netz kullern. Damit reiht sich Green nahtlos in der Liste der schwachen englischen Keeper der letzten Jahre ein.
Die USA haben gezeigt, dass sie nicht unterschätzt werden dürfen.

Die Niederlande war als ein weiterer Favorit ins Turnier gestartet. Zwar gelang den Oranjes ein 2:0-Sieg gegen Dänemark, aber überzeugend war der Auftritt keineswegs. Erst ein Eigentor der Dänen brachte die Holländer in Front, kurz vor Schluss gelang Kuyt mit dem 2:0 die Entscheidung.

Ring frei zur Runde zwei
Der Erste Spieltag ist praktisch abgeschlossen. Tore waren bisher eher Mangelware. Bleibt zu hoffen, dass sich dies im Laufe des zweiten Spieltags ändert.
Die Teams haben die Anfangsnervosität abgelegt. Einige stehen schon unter Zugzwang. Treffer müssen her. Eine gute Voraussetzung also für mehr Action! Spannendere Spiele und mehr Tore würden wohl alle Fans freuen. In diesem Sinne: Vamos muchachos!

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