Endlich mal wieder ist unsere Fußball-Nationalelf mit einem Sieg ins neue Jahr gestartet. 2:1 gegen WM-Teilnehmer Dänemark. Eine durchaus achtbare Leistung. Unterm Strich aber nur ein erster kleiner Schritt in Richtung Euro 2012.
Die Leistungsträger
Es war kein grandioser Auftritt unseres jungen Teams, aber ein durchaus ansprechender. Einer, auf den man aufbauen kann. Eines hat sich ganz gut gezeigt, das Team braucht Leistungsträger, auf die man sich stützen kann. Spieler, die ihre Mannschaftskollegen mitreißen. Die das Kommando übernehmen, wenn es in einer Phase nicht so läuft.
Schiemer und Kavlak waren im Spiel gegen Dänemark zwei jener Akteure, die Klasse bewiesen haben. Schiemer deswegen, weil er eine Führungsrolle einnahm. Er wirkte äußerst präsent, voll motiviert und pushte seine Nebenleute.
Kavlak spielte den kreativen Part. Seine Pässe taten der dänischen Abwehr weh, seine Dribblings rissen Löcher.
Beide gemeinsam haben, unter Anderem, den Unterschied ausgemacht. Einen Unterschied, der in diesem einen Spiel groß genug war, um zu gewinnen.
Die Einserfrage
Christian Gratzei spielte als Schlussmann gegen die Dänen eine recht gute Rolle. Im nächsten Test gegen Kroatien soll wieder Helge Payer zwischen den Pfosten stehen. Durch Machos Verletzung werden sich wohl Payer und Gratzei die Einser-Position für die EM-Quali ausmatchen.
Ein echte Nummer eins täte wohl vor allem der Abwehr gut. Ein guter Goalie dirigiert seine Defensive von hinten.
Österreich hat in den letzten drei Länderspielen satte neun Treffer kassiert. Ein Wert, der auf jeden Fall verbesserungswürdig ist.
Nicht nur die Tormannfrage wird Teamchef Constantini in den kommenden Wochen Kopfzerbrechen bereiten. Auch die Causa Paul Scharner wirft Fragen auf. Ist er besser in der Abwehr, oder doch als defensiver Mittelfeld-Spieler? Gehört er überhaupt zu den besten elf Kickern, die unser Land stellt, oder ist er überbewertet?
Einiges kommt auf Uns zu
Das nächste Mal wird man Janko, Wallner und Konsorten erst im Mai, im Länderspiel-Einsatz, bewundern können. Am 19.5. spielt Rot-weiß-rot zu Hause gegen Kroatien. Dann gibt es nur mehr einen Freundschaftsspieltermin, bevor am 7. September die EM-Quali beginnt. Auf die Heimspiele gegen Kasachstan und Aserbaidschan folgt die erste schwere Auswärtspartie in Belgien.
2011 geht es richtig zur Sache. Im Februar ein Freundschaftsspiel gegen Holland, im März EM-Quali gegen Belgien und die Türkei. Im Juni dann das Highlight, mit dem Heimspiel gegen Lieblingsgegner Deutschland.
Auf Constantini wartet einiges an Arbeit, um unsere junge Truppe auf diese Herausforderung vorzubereiten.
Montag, 8. März 2010
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