Seliges Österreich, in dem es keine größeren Probleme im Fußball gibt, als eine Elferfrage.
Eine Elfmeter-Frage, die noch Tage nach dem Derby zwischen Rapid und der Austria die Gemüter bewegt.
Medialer Schwachsinn
Hat Jacek Bak Mario Konrad nun gefoult oder nicht? Die Frage wird wohl nie gänzlich beantwortet werden. Aus welchem Winkel man sich die Szene auch ansieht, sogar die Meinungen der Experten sind unterschiedlich.
Unterm Strich bleibt, man kann wohl Elfer pfeifen, denn der Verteidiger ging bei seiner Abwehraktion zum Gegenspieler und nicht nur zum Ball. Kontakt war gegeben. Die Entscheidung war hart, geht aber in Ordnung.
So weit zum Sportlichen.
Es gibt tatsächlich Zeitungen in Österreich, die sich aufgrund solcher Szenen, dazu hinreißen lassen, die Lebensgeschichte eines Schiedsrichter-Assistenten zu durchleuchten. Der gute Mann, der die Entscheidung mittrug, war in seiner Jugend Spieler beim SCR. Die Verschwörungstheorie ist geboren. Kaum zu glauben, was einem gelangweilten Redakteur so einfällt.
Interesse am Ballsport
Ist es wirklich so verwunderlich, dass ein Schiedsrichter oder seine Assistenten am Fußballsport interessiert sind? Liegt es nicht nahe, dass jene Herren selber einmal gespielt haben, oder gar noch immer aktiv sind? Vielleicht sogar einmal bei einem heimischen Großklub?
Diese „Verwicklungen“ als Hintergrund für eine Story zu verwenden ist gelinde gesagt kühn. Damit unterstellt man den Unparteiischen, dass sie nicht in der Lage sind zwischen Privatem und Beruf zu unterscheiden.
Sollte jener Schiedsrichter-Assistent in einem zukünftigen Spiel mal gegen Rapid entscheiden, ist die nächste wahnwitzige Topstory bereits vorprogrammiert. Die Schlagzeile: „Ex-Rapidler rächt sich an Klub“. Die Begründung: Natürlich hat er gegen die Grün-Weißen gepfiffen, denn er hat bei Rapid den Durchbruch nicht geschafft. Dieser Stachel sitzt tief. Die Rache am Ex-Klub ist die logische Folge.
Ähnlicher Unsinn bleibt uns hoffentlich erspart.
Echte Schlagzeilen
Zum Glück gibt es auch echte Nachrichten im Sport und nicht nur zusammengezimmerte Skandal-Berichte.
Schlagzeilen schreibt zur Zeit der beste Fußballer der Welt. Der spielt leider nicht in Österreich, sondern in Spanien und heißt Lionel Messi. Mit fünf Toren in den letzten beiden Spielen schoss sich der junge Argentinier erneut in die Pole Position für die Wahl zum Weltfußballer des Jahres. Seine Leistungen sind, im Gegensatz zu manch anderem, tatsächlich höchst erwähnenswert.
Sonntag, 21. März 2010
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen