Im Cup ausgeschieden, in der Liga sechs Punkte Rückstand auf Salzburg, international ohnehin längst nicht mehr vertreten. Rapid Wien ist momentan nicht gerade im Hoch. Coach Pacult reagiert griesgrämig wie eh und je.
Die Krise im Gepäck
Da hat Rapid ja gerade nochmal die Kurve gekratzt. Ein mühsam erkämpfter und glücklicher Sieg gegen den Tabellen-Letzten aus Kärnten lässt die Grün-Weißen ein wenig durchatmen. Zufrieden können die Hütteldorfer mit den vergangenen Wochen aber keineswegs sein. Zu schwach waren die Ergebnisse, zu lustlos die Auftritte der Akteure auf dem Feld.
Der aufmerksame Zuseher konnte sich, zuletzt, dem Eindruck nicht erwehren, dass die Chemie im Team nicht mehr stimmt. Das Feuer der Herbstrunde scheint erloschen. Das kann nicht nur daran liegen, dass einige Kicker nicht in Hochform sind. Vom Trainer abwärts scheint das ganze Werkl nicht rund zu laufen. Von einer ausgewachsenen Krise kann man zwar sicherlich noch nicht sprechen, jedoch, ein Narr der, der nicht schnellstens reagiert und nur darauf wartet, dass der Karren noch weiter in den Dreck gefahren wird.
Diverse Baustellen
Über die Gründe für das grün-weiße Tief kann nur spekuliert werden. Es sind wohl einige Faktoren, die hier mit reinspielen. Sind es Helge Payer und Raimund Hedl, die im Kampf um die Nummer eins im Tor ihre Vorderleute verunsichern? Die Abwehr, die immer wieder unsicher agiert und andauernd umgebaut wird? Das Mittelfeld, das weit weniger kampfkräftig erscheint, als noch im Herbst? Oder doch die Stürmerflaute, die sich zwar nicht durch das gesamte Frühjahr zieht, aber immer wieder einen Zwischenstopp beim SCR einlegt. Man denke nur an das letzte Bundesliga-Heimspiel gegen Kärnten, als es nach einem glücklichen Treffer gerade einmal zu einem knappen 1:0-Erfolg reichte.
Pacult wird sich wohl mehr einfallen lassen müssen, als launische Interviews zu geben. Menschliche Stärke und Führungsqualitäten sind gefragt. Ob der Wiener Coach über genug soziale Kompetenz verfügt, seinen Spielern in adäquater Weise auf den Zahn zu fühlen, werden die nächsten Wochen weisen.
Fußball im Free-TV
Über einen Erfolg können sich Österreichs Bundesligisten, und damit auch der SCR, zumindest freuen. Die Bundesliga wird auch in den nächsten Jahren frei empfangbar sein. Relativ frei zumindest. Der ORF behält 36 Live-Spiele, der Rest bleibt bei Sky. Zusätzlich wird es auch Spiele der Ersten Liga auf ORF Sport Plus geben. Ein wichtiger Impuls für die zweithöchste Spielklasse.
Eine Möglichkeit hat die Liga aber noch völlig unausgeschöpft gelassen. Eine Bundesliga-Show mit Spielberichten, Highlights, Analysen und Expertentalk. Ein solches Format könnte die Attraktivität der heimischen Liga enorm heben. Mögliche Sponsoren bekämen eine neue Plattform. Hoffentlich bleibt diese Variante nicht ungenützt.
Montag, 5. April 2010
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