Das war ein ziemlich niederschmetternder Ligastart. Null Punkte aus den ersten beiden Bundesliga-Partien. Der SCR steht am Rande einer Krise. Kann der Rekordmeister die Misere abwenden?
Keine Kreativität
Eine Niederlage gegen den Aufsteiger, eine Heimschlappe gegen Wiener Neustadt. Und schon wird von der Krise geredet. Wenn es um die Grün-Weißen aus Hütteldorf geht, dann sind zwei verlorene Matches en suite einfach zu viel. Das ist die Schattenseite des beliebtesten Klubs in Österreich. Hofmann, Kavlak und Konsorten sind dazu verdammt erfolgreich sein zu müssen!
Keine leichte Aufgabe in der aktuellen Situation. Was Rapid in den bisherigen Spielen dieser Saison, inklusive Quali zur Europa League, geboten hat, war viel zu wenig. Kreativität war viel zu selten zu sehen, im Spielaufbau wirkte man ohne Konzept. Erst mit dem Rücken zur Wand begannen die Hütteldorfer zu spielen. Meist zu spät. Gepaart mit einer katastrophalen Chancen-Auswertung war die Negativserie vorprogrammiert.
Trainer auf dem Prüfstand
Jetzt ist Trainer Peter Pacult gefordert. Jener Trainer, der mit einigen Personal-Entscheidungen wohl auch seinen Teil zur Misere beigetragen hat. Zum ersten Mal während seiner Rapid-Laufbahn muss er nun seine Fähigkeiten als Krisenmanager unter Beweis stellen.
Pacult, der oft arrogant wirkt, wenn ihm der Erfolg hold ist, zeigte sich zuletzt eher kleinlaut. Möglicherweise genügt es, wenn er einfach auf Zeit spielt. Ohne Zweifel haben Jelavic, Salihi und Co. die Klasse auf die Erfolgsspur zurückzufinden.
Rapid wird wieder gewinnen. So oder so. Um aber um den Meistertitel mitzuspielen braucht es mehr als nur eine halbwegs intakte Mannschaft. Jedes Zahnrädchen muss ins andere greifen. Spannungen negativer Natur darf es nicht geben. So lange etwa ein Helge Payer auf der Bank sitzt und nicht im Tor steht, so lange die Verteidigung nicht eingespielt ist, so lange Nikica Jelavic nicht damit abschließt noch diesen Sommer den Sprung in die Premiere League zu schaffen, so lange wird keine Ruhe einkehren.
Wer ist wirklich meisterlich
Rapid spielt bisher nicht meisterlich, nicht einmal ansatzweise. Aber auch keiner der großen Konkurrenten. Zwar haben Sturm und die Wiener Austria jeweils sechs Punkte auf dem Konto, großartige und überragende Spiele habe sie aber noch nicht abgeliefert. Salzburg ist von der Meisterform der Vergangenheit ohnehin noch meilenweit entfernt.
Für die größten Überraschungen haben bisher Wiener Neustadt und Innsbruck gesorgt. Die Aufsteiger der letzten beiden Jahre haben klare Anwartschaft darauf gestellt, auch 2012 noch in der Bundesliga spielen zu wollen.
Der Rest der Liga spielt gegen den Abstieg, so viel scheint schon jetzt fest zu stehen. Von Kapfenberg und Mattersburg hat man das ja schon vor der Saison gewusst. Der LASK und Ried könnten auch Probleme bekommen. Zu dünn wirkt die Kaderdecke bei beiden oberösterreichischen Teams.
Die Spielzeit 2010/11 hat gerade erst begonnen. Erste Prognosen sind zwar möglich, aber der Fußball ist immer für Überraschungen gut. Mal sehen, was die kommenden Wochen bringen. Vor allem auf die Auftritte unserer Eurofighter darf man gespannt sein.
Montag, 26. Juli 2010
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