Dienstag, 10. August 2010

Jetzt wird’s international

Die entscheidenden Spiele im Europacup stehen bevor. Damit aber nicht genug, auch das Nationalteam muss sich gegen einen starken Gegner beweisen.

Vier Eurofighter um die große Chance
Rapid, die Wiener Austria, Sturm Graz und Red Bull Salzburg haben sich in die Play-Offs gespielt. Nur mehr eine Runde trennt die Grünen, die Veilchen und die Blackies vom Einzug in die Europa League Gruppenphase. Die Bullen stehen vor dem Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Champions League.

Es ist also viel drin. Allerdings sind die Gegner zum Teil keine leichten. Die Austria hat mit Aris Saloniki wohl noch das „machbarste“ Los gezogen. Die Griechen sind ein schlagbarer Kontrahent.
Für Rapid gibt es ein Déjà-vu-Erlebnis der besonderen Art. Erneut treffen Hofmann, Patocka und Co. auf Aston Villa. Letztes Jahr gelang den Grün-Weißen der sensationelle Aufstieg.
Den großen Coup hat Sturm Graz gelandet. Juventus Turin ist einer der ehrwürdigsten Namen im internationalen Fußball. Auch wenn die Italiener in den letzten Jahren mit diversen Problemen zu kämpfen hatten, gehen sie als der ganz große Favorit in das Spiel.

Salzburg will endlich in die Champions League. Im letzten Anlauf war ein israelischer Verein (Anm.: Maccabi Haifa) der Stolperstein, der den Mozartstädtern den großen Erfolg vermieste. Auch diesmal müssen Jantscher, Schiemer und Konsorten gegen einen israelischen Klub ran. Hapoel Tel Aviv heißt der Gegner und der ist unangenehm. Das schnelle und technisch gute Spiel der Israelis bereitet den Salzburgern Kopfzerbrechen. Es wird nötig sein Hapoel gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen, um diesmal den Traum von der Liga der Champions zu realisieren.

Gradmesser Schweiz
Nicht nur unsere Klub-Mannschaften stehen vor einer internationalen Bewährungsprobe. Auch das Nationalteam steht vor einem echten Härtetest.
Bei der WM, vor wenigen Wochen, hat die Schweiz Europameister Spanien als einziges Team besiegen können. Jene Mannschaft also, die sich kurz darauf auch zum Weltmeister krönte. Damit sind die Rollen hinlänglich verteilt.
Die Eidgenossen sind der klare Favorit. Österreich, wieder einmal, Außenseiter.

Die Quali für die EM in der Ukraine und Polen startet in einem Monat. Gegen Gegner wie die Türkei und Deutschland werden wir noch größere Außenseiter sein. Unsere jungen Kicker müssen lernen mit dieser Rolle umzugehen. Mit der richtigen Einstellung kann man als Underdog viel erreichen. Vor allem dann, wenn der Gegner etwas überheblich agiert. Darin und in der großen Zahl an Legionären liegt unsere Chance.

Noch nie hat Österreich, in Deutschland, so viele Legionäre gestellt wie dieser Tage. Sehr viele junge Österreicher haben zuletzt den Weg ins Ausland gesucht. Jetzt gilt es, für unsere jungen Wilden, sich durchzusetzen. Harnik, Beichler und einige andere mehr sind auf einem guten Weg. Es gibt aber auch negative Beispiele. Marko Arnautovic scheint den Ernst der Lage immer noch nicht verstanden zu haben. Nachdem er sich in Holland und Italien jeglichen Kredit bei Fans und Vereinsverantwortlichen verspielt hat, ist er nun auf dem besten Weg, dass auch in Deutschland zu tun.
Ohne Zweifel ist Arnautovic ein begnadeter Fußballer. Aber was hat er bisher erreicht? Dringend muss er seine Einstellung ändern, sonst kann er sich eine internationale Karriere abschminken.

Bundesliga steht Kopf
International werden die kommenden Wochen für Österreich hoch interessant. National steht die Bundesliga Kopf. Titelfavoriten wie Rapid und Salzburg finden sich auf den Plätzen sieben und acht, Außenseiter wie Ried und Innsbruck führen die Tabelle an.

Die Liga hat aber gerade erst begonnen. Es müssen wohl noch ein paar Runden absolviert werden, bevor die Tabelle die Kräfteverhältnisse treffender darstellt.

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