Salzburg gegen Rapid. Im Fußball heißt das amtierender Meister gegen Rekordmeister. Ein Spitzenspiel, das doch keines war und schließlich eines geworden ist.
Die Ausgangslage
Sowohl Salzburg als auch Rapid rangieren im guten Tabellen-Mittelfeld. Ein echtes Topspiel war das Aufeinandertreffen der beiden Vereine also eigentlich nicht. Und doch wurde es zu einem.
Rapid dominierte die Anfangsphase, ließ sich von den Bullen aber mehr und mehr den Schneid abkaufen. Wallners Führungstor, für die Hausherren, war die logische Konsequenz (1:0 in Minute 35). Hatte die erste Hälfte temporeichen Fußball mit einigen sehenswerten Aktionen geboten, sollte im zweiten Durchgang eine echter Fight entstehen.
SCR und RBS packen die Knüppel aus
Keine Frage so ziemlich jeder Fußballfan steht auf rassige Partien. Übertriebene Härte muss dabei aber nicht sein. Nur etwa zwei Minuten nach Anpfiff zur zweiten Halbzeit zückte Schiri Einwaller zweimal Rot. Nach einem Gerangel zwischen Cziommer und Drazan flogen beide Akteure vom Platz. Eine wohl etwas übertriebene Reaktion des Unparteiischen, der es auch bei zwei gelben Karten und mahnenden Worten hätte belassen können.
In der Folge „gewann“ das Match zusehends an Härte. Einwaller ließ die Emotionen zu hoch kochen. Bullen-Abwehrchef Sekagya, der bei strenger Regelauslegung selbst nicht mehr am Platz hätte stehen dürfen (schweres Foul an Kavlak), wurde von Vennegoor of Hesselink am Sprunggelenk erwischt. Der Abwehrrecke schied verletzungsbedingt aus, der Niederländer kam mit einer Verwarnung davon. In der 69. Minute musste Rapid-Spielmacher Prokopic mit gelb-roter Karte, nach Foulspiel, vom Platz. Es spielten also nur mehr 19 statt 22. Es hätten gut und gerne auch zwei weniger sein können. Das Spiel war nach dreimal rot aber keineswegs tot. Es ging munter hin und her. Eigentlich ein gutes Match, wären da nicht viele dumme Fouls gewesen. Einige Spieler verwechselten Aggressivität mit Brutalität. Völlig unnötig!
Rapid und Salzburg im Tief
Das Spiel lebte in der Endphase von den Emotionen. Der SCR schaffte in Unterzahl den Ausgleich. Ein Kunststück, das zeigt, wie verunsichert die Stevens-Truppe zur Zeit ist. Beide Mannschaften lieferten keine schlechte Partie ab, aber wirklich helfen wird dieses Ergebnis keinem. Ein Unentschieden lässt den Rückstand auf die Spitze anwachsen. Bullen-Coach Stevens kommentierte es so: „Wir haben uns durch die zwei Roten Karten und die Verletzung von Sekagya durcheinanderbringen lassen und auch bei Standards nicht aufgepasst...Wir haben unsere Chancen nicht genützt, dann verdient man auch nicht, zu gewinnen.“
Keine Frage, Salzburg und Rapid haben der Konkurrenz in die Hände gespielt. Ried, die Austria und auch Sturm haben sich auf den Rängen eine bis drei festgesetzt. Sowohl Pacult, als auch Stevens sind nun gefragt ihre Spieler auf Vordermann zu bringen. Sonst könnte der Meisterschaftszug ganz schnell abgefahren sein!
Montag, 21. Februar 2011
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