Sonntag, 20. März 2011

St. Pölten und sein neues Stadion

Der Spatenstich für die NÖ Arena ist dieser Tage erfolgt. Das neue Stadion soll im Juni 2012 fertig sein. Eine Chance für die Landeshauptstadt.

Ist die neue Arena eine Initialzündung für den Fußball in Niederösterreich, oder doch eher ein Hemmschuh? Momentan steckt der SKN ein wenig in der Krise. Sind die Spieler mehr unter Druck als sonst?

Ein verkorkster Frühjahrsstart
Ein Punkt aus vier Spielen, das ist mehr als nur mager. Der SKN St. Pölten hat den Start in die Frühjahrssaison vermasselt. Der Vorsprung auf das Tabellenende wird kleiner. Nicht gerade zufriedenstellend für ein Team, das mittelfristig Ambitionen auf den Aufstieg in die höchste Spielklasse hat. Das junge Team von Trainer Scherb spielt in dieser Saison weniger erfrischend als in den letzten Jahren.

Eigentlich hatten viele damit gerechnet, dass der Bau der neuen Fußballarena positive Impulse auch für die Mannschaft bringen würde. Möglicherweise ein Trugschluss? Könnte es sein, dass die vermehrte Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit die jungen Spieler zu sehr unter Druck setzt? Irgendwie macht es den Eindruck.

Wölfe in der Bundesliga
Beim Spatenstich der NÖ Arena sprach Rapid-Stimme Andy Marek von einer schönen Vision. Das neue Stadion ist gebaut, 8.000 Fans machen Stimmung und der SKN spielt in der Bundesliga gegen Rapid. Ein schöner Traum, aber wohl einer, der in naher Zukunft nicht Realität werden dürfte.

Das Konzept mit vielen jungen Spielern hat sich in St. Pölten durchaus bewährt. Es stellt sich jedoch die Frage, ob es nicht nötig sein wird, die eine oder andere gezielte Verstärkung im Sommer zu holen. Zu oft macht der SKN in kritischen Situationen keine gute Figur. Routiniers scheinen zu fehlen.

Der SKN und die Finanzen
Damit tut sich aber auch eine andere Frage auf: Wie ist die finanzielle Situation des SKN? Immer wieder hört man davon, dass die wirtschaftliche Lage nicht die beste wäre. Altlasten werden angesprochen. Durchaus möglich, dass eine Verstärkung der Mannschaft aus eben diesen Gründen gar nicht realisierbar ist.

Unter diesem Gesichtspunkt wird es interessant zu beobachten, wie sich die Wölfe in der neuen Arena behaupten können. Ein neues und großes Stadion wird anfangs sicher BesucherInnen anlocken. Da spielt schon die Neugierde mit. Bleiben aber die Erfolge aus, dann könnte sich ein verwaistes Oval negativ auf die Psyche auswirken. Bleibt für die Wölfe zu hoffen, dass spätestens 2012 eine Art Aufbruchsstimmung Einzug hält und diese den SKN und seine Fans beflügelt.

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