Dienstag, 17. Mai 2011

Der Titelkampf als Krimi-Finale

Drei Mannschaften kämpfen in der Bundesliga um den Titel. Zwei Runden vor Schluss ist alles offen. Die Meisterschaft ist spannend wie selten zuvor.

Knapper geht es wohl kaum! Zwei Runden vor dem Ende der Saison 2010/11 steht der SK Sturm Graz an der Tabellen-Spitze. Nur einen Punkt dahinter folgt Red Bull Salzburg. Einen weiteren Zähler Rückstand weist der FK Austria Wien auf. Alle drei Teams sind heiß auf den Meisterteller.

Zwei Runden zu spielen
Das Ligafinish hat es für alle drei Teams in sich. Tabellen-Führer und Titelfavorit Sturm muss zunächst auswärts in Wiener Neustadt ran. Danach spielen die Grazer zu Hause gegen Innsbruck. Zwei schwierige Spiele, aber Sturm war in dieser Saison konstanter als in den letzten Jahren. Die Mannschaft scheint gereift. Die junge Truppe verfügt über die nötigen Führungsspieler, die den Blackies Sicherheit und Ruhe zu verleihen scheinen. Genau das könnte ein wichtiger Trumpf in den kommenden Tagen werden.

Titelverteidiger Salzburg war praktisch aus dem Rennen um die Meisterschaft ausgeschieden. Eine tolle Siegesserie unter Neo-Coach Moniz hat die Bullen zurückgebracht. Salzburg spielt zuerst daheim gegen Ried. Die Innviertler haben immer noch die Möglichkeit sich, über die Liga, für den Europa-Cup zu qualifizieren. Sie werden es den Mozartstädtern also sicherlich nicht leicht machen. Mindestens genau so schwierig wird das letzte Saisonspiel für die RB-Truppe. Auswärts bei der Wiener Austria fällt vielleicht die Entscheidung um den Teller.

Wahrscheinlich das schwierigste Los in den verbleibenden Spielen haben die Veilchen. Bevor es zum großen Showdown in Wien Favoriten gegen RB Salzburg kommt, muss die Austria zum Derby nach Hütteldorf. Rapid ist angeschlagen, das macht die Grün-Weißen aber umso gefährlicher. Nach einer verkorksten Saison bleibt dem SCR nur mehr ein Sieg im Derby, gegen den Erzrivalen, um die Fans etwas zu versöhnen. Die Mannschaft wird brennen. Ein heißer Fight ist vorprogrammiert!

Der Meister ist …
… noch nicht gekürt, aber Sturm hat die besten Karten. Zwei Siege der Foda-Truppe und der Titel ist wieder in Graz. Die Blackies haben es in den eigenen Händen. Coach Franco Foda hat in Graz Großes geleistet. Jahr um Jahr musste Sturm Leistungsträger ziehen lassen, aber es ist immer wieder gelungen eine schlagkräftige Elf zusammenzustellen.

Der Titel wäre die Krönung einer tollen Jugendarbeit. Eigenbau-Spieler sind der Jungbrunnen der Schwarz-Weißen. Die, nach den grandiosen Champions League-Jahren, schwer verschuldeten Grazer haben aus der Not eine Tugend gemacht. Der eigene Nachwuchs steht im Fokus. Routiniers wie Haas oder Szabics sind die Vorbilder an denen sich die Jungen orientieren. Die Mischung stimmt. Das Budget ist saniert.

Die Wiener Austria hat in den letzten Jahren einen ähnlichen Weg eingeschlagen. Und auch Salzburg scheint genug von zusammengekauften Söldner-Truppen zu haben. Für die kommende Saison ist bereits jetzt der Weg der Jugend vorgegeben. Die Grazer sind da schon mehrere Schritte voraus. Sie haben die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt. Genau deswegen hätte sich Sturm den Titel wohl am ehesten verdient. Ob sie auch dem Druck standhalten wird der 25. Mai zeigen.

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