Es ist das Thema, das zur Zeit die Gemüter vieler Fußballfans erhitzt. Die Admira wird dafür bestraft, dass sie getrickst hat. Oder wird sie eigentlich dafür belohnt?
In den Medien war die Rede von sogenannten Doppelverträgen. Soll heißen, die Admira-Spieler haben neben ihrem offiziellen Vereinsgehalt weitere Gelder erhalten. Sollte dies wahr sein, eine illegale Machenschaft. Aber was ist nun tatsächlich passiert? Die Liga hält den Deckel drauf.
Senat 5 spricht Strafe aus
Laut der Tageszeitung Kurier waren mindestens zwei Admira-Kicker mit Doppelverträgen ausgestattet. Diese Tatsache sah der Bundesliga-Senat 5 als erwiesen an. Die logische Konsequenz – eine Strafe für die Niederösterreicher. Das Problem dabei: weder die Südstädter noch der ehemalige Liga-Konkurrent Altach akzeptieren die Strafe.
Es ist die Rede davon, dass die Liga die Admiraner mit einer 70.000 Euro Strafe belegt hat. Eine stattliche Summe und trotzdem nicht genug. Sollten die Schwarz-Roten tatsächlich mit unlauteren Mitteln den Aufstieg in die Bundesliga geschafft haben, ist eine Geldstrafe nicht die richtige Antwort. Details über den Fehltritt wird die Öffentlichkeit keine erhalten. Wegen der Verschwiegenheitspflicht bei Lizenzangelegenheiten.
Liga muss Konsequenzen ziehen
Für die Altacher ist die Strafe ein Witz. Verständlich, immerhin haben sie um einen Punkt den Aufstieg verpasst. Für die Admiraner ist sie zu hoch. Sie haben bereits gegen die Höhe berufen. Bleibt abzuwarten, ob das Ausmaß verringert wird. Unbehelligt davon startet die beiden höchsten Spielklassen demnächst in die neue Saison.
Aber egal wie der Streit ausgeht, die Optik ist eine schlechte. Einen Verein mit einer Geldbuße dafür zu rügen, dass sie illegal mit Finanzen getrickst haben, wird wohl nur wenig erzieherische Wirkung haben. Ein Punkteabzug oder eine ähnlich harte Konsequenz sind wohl der einzige Weg, um die Vereine künftig zum Einhalten der Spielregeln zu bewegen. Fairplay ist eben nicht nur auf dem Platz gefragt!
Montag, 11. Juli 2011
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