Freitag, 9. Dezember 2011

Ein seltsames Spiel

Lyon schießt Zagreb aus dem eigenen Stadion. Ein tolles Schützenfest, aber auch ein Spiel mit fadem Beigeschmack.

Eine 1:7-Niederlage ist bitter. Wenn ein Team im eigenen Stadion eine solche Packung erhält, ist es um so schlimmer. Dinamo Zagreb musste diese Schmach in der Champions League erdulden. Schiebungsvorwürfe inklusive.

Ein rabenschwarzer Abend
1:1 stand es im Champions League Gruppenphasen-Endspiel, zwischen Dinamo Zagreb und Olympique Lyon, zur Pause. 1:4 hieß es nach 52 Minuten, nach dem die Gäste drei Treffer binnen fünf Minuten erzielt hatten. Die Partie war gelaufen, es sollte aber noch schlimmer kommen.

Die Kroaten, die seit der ersten Hälfte mit einem Mann weniger auskommen mussten, sollten drei weitere Gegentreffer einstecken. Dabei zerfiel die Mannschaft in die Einzelteile. Eine wahrlich desolate Leistung. Schnell wurden Schiebungsvorwürfe laut. Kein Wunder, nach dieser Vorstellung. Schließlich darf sich keine Profimannschaft der Welt so verkaufen. Das war peinlich und blamabel!
Aber nicht nur die eigene Reputation hat Dinamo damit angekratzt, auch Ajax Amsterdam hat man einen Bärendienst erwiesen.

Ajax im Pech
Amsterdam musste sich im zweiten Spiel der Gruppe D Real Madrid geschlagen geben, wähnte sich aber trotzdem in der KO-Runde. Durch den Auswärtskantersieg der Franzosen trat jedoch das Kuriosum ein, dass Lyon Ajax am letzten Spieltag – aufgrund der besseren Tordifferenz – doch noch überholte.

Riesenpech für Ajax, auch deswegen, weil den Holländern zwei reguläre Tore aberkannt wurden. Amsterdam muss sich damit, wegen inferiorer Zagreb-Spieler und einem schlechten Schiedsrichter-Team, mit der Europa League anfreunden. Werbung für den Fußball-Sport sieht definitiv anders aus!

-pef-

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