Das war ein unglaubliches Spiel. Eines von dem alle Fans noch lange sprechen werden. Das 4:4 beim Match Belgien gegen Österreich ist eine Partie für die Geschichtsbücher.
Der grüne Wahnsinn
Rückstand, Ausgleich, Führung, Ausgleich, Führung, Ausgleich, Rückstand und schließlich der späte Ausgleich und der nicht mehr geglaubte Punktgewinn. So der Spielverlauf an diesem 12. Oktober aus österreichischer Sicht. Der reine Wahnsinn auf grünem belgischen Rasen!
Eine unglaubliche moralische Leistung des ÖFB-Teams. Vor allem nach dem unnötigen Ausschluss von Paul Scharner, nach dem die Gäste gut 25 Minuten mit einem Mann weniger auskommen mussten. Scharners Ausrutscher ist zwar nicht zu entschuldigen, war aber klar provoziert. Der Schiedsrichter hätte die Situation schon zuvor entschärfen müssen, hat das aber leider verabsäumt. Vielleicht sollten sich FIFA und UEFA in diesem Zusammenhang auch eine Regeländerung überlegen. Scharners Tätlichkeit wird vermutlich mit einer Sperre von zwei Spielen oder mehr geahndet. Keine Frage, die Attacke des England-Legionärs war unbedacht und ungestüm, geschah jedoch aus der Situation heraus und dabei hat er seinen Gegenspieler in keiner Weise verletzt. Ein brutales Einsteigen ohne Ball, bei dem sich der Gegenspieler verletzt, würde eine ähnliche Strafe nach sich ziehen, steht aber von der Härte in keiner Relation. Vielleicht sollte hier eher ein Unterschied von kalkulierten Revanchefouls und Aktionen, die aus dem Affekt resultieren, gemacht werden.
Constantini macht Fehler und zieht Joker
Schade, dass Teamchef Constantini nicht schon früher und überlegter gewechselt hat. Warum die starken Kavlak und Junuzovic aus dem Spiel mussten, konnten viele Zuseher nicht verstehen. Arnautovic hingegen, der nach einer Stunde absolut zurückfiel, musste bis zur 88. Minute und dem 3:3 Ausgleich - den er mitverschuldet hatte - warten, bevor er vom Platz durfte/musste.
Dass es dann genau jener Martin Harnik war – kurz zuvor für Arnautovic ins Match gekommen, der den Ausgleich zum 4:4 erzielte, steht wieder auf einem anderen Blatt Papier. Constantini hat bei dieser Auswechslung sein Händchen bewiesen.
Azeris überraschen die Türkei
Einiges hat sich in der Österreich-Gruppe A getan. Ihr blaues Wunder haben die Türken in Aserbaidschan erlebt. Ein toller Eckball-Trick, Marke Berti Vogts, genügte den Gastgebern, um abschluss-schwachen und glücklosen Türken drei Punkte abzuringen.
Nach diesen Herbstspielen zeigt die Tabelle ein für Österreich sehr schönes Gesicht. Deutschland führt die Gruppe überlegen an. Gleich dahinter kommt Österreich, mit sieben Zählern aus drei Spielen. Damit hat die ÖFB-Elf einen Punkt mehr als die Türkei und gar drei mehr als Belgien auf dem Konto. Und das bei einem Spiel weniger. Eine hervorragende Ausgangsposition fürs Frühjahr.
Krieg statt Fußball in Italien
Wenig mit Fußball zu tun hatten die Szenen, die sich beim Quali-Spiel Italien gegen Serbien abspielten. Serbische Hooligans sorgten nach wenigen Minuten für einen Spielabbruch. Vor und nach der Partie wurde randaliert. Die Folge, hoher Sachschaden und eine Menge Verletzter.
Es bleibt zu hoffen, dass die Hintermänner dieser feigen und barbarischen Aktionen ausgeforscht werden können und alle Verantwortlichen mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden. Denn, Gewalt darf in den Fußball-Stadien keinen Platz finden!
Sonntag, 17. Oktober 2010
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