Der LASK hat einen neuen Trainer und Mattersburg fühlt sich vom Schiri betrogen. Salzburg hat immer noch den selben alten Trainer und die Admira kann doch verlieren. Nicht zu vergessen: das ÖFB-Team bestreitet sein letztes Match 2011!
LASK will raus aus dem Keller
Jetzt also doch! Trainer Kraft ist seinen Job los. Mit Georg Zellhofer soll ein alter Bekannter den Linzern den Hals retten. Der Bundesliga-erprobte Routinier hat eine schwierige Aufgabe vor sich.
Die Mattersburger liegen zwar nur zwei Zähler vor dem LASK, aber der Rest der Liga hat sich schon deutlich abgesetzt. Eben jene Mattersburger hätten zuletzt gut und gerne drei Zähler holen können, aber es sollte anders kommen.
Mattersburger Schiriproblem
Was war das für ein Spiel: vier Tore, zwei gelb-rote Karten und jede Menge Szenen mit Grund zur Aufregung.
Die strittigste Szene ereignete sich in der 79. Spielminute. Bürger hatte gerade sein zweites Tor geschossen und jubelte übertrieben. Dafür sah er die zweite gelbe Karte und wurde mit Gelb-Rot vom Platz geschickt.
Eine harte Entscheidung des Schiedsrichters, aber eine regelkonforme. Dieser Platzverweis hat sicherlich auch dazu beigetragen, dass Rapid in der Nachspielzeit den Punkt in der Fremde retten konnte.
Ohne Frage ist die Regel, dass übertriebenes Jubeln mit gelb bestraft wird, nicht die intelligenteste. Auch kann man von einem guten Schiri Fingerspitzen-Gefühl verlangen, allerdings spielte sich das echte Kabarett nach dem Schlusspfiff ab.
Der ehemalige Bundesliga-Präsident Pucher bedachte den Schiedsrichter mit harten Worten. Eines Mannes seiner Position unwürdig. Ilco Naumoski unterstrich sein Image als böser Junge mit einem völlig irren Interview, Trainer Lederer schlug in die selbe Kerbe wie sein Präsi und dem Ganzen setzte Jubelsünder Bürger die Krone auf. Er behauptete doch steif und fest noch nie von der Regel, nach der er bestraft wurde, gehört zu haben (sollte er vielleicht mal auf Seite 119 des FIFA-Regulativs nachlesen). Also entweder ist er damit einer der dümmsten Fußballer, die derzeit auf heimischem Rasen ihre Runden drehen, oder er hat schlicht und einfach in die Kamera gelogen. So oder so, damit hat er sich einen tollen Abend mit zwei erzielten Treffern selbst zerstört. Vielleicht ja eine Lehre für die Zukunft!
Trainer, Südstädter und Nationalspieler
Unglaublich, Woche für Woche denkt man: „Viel schwachsinnigere Interviews kann ein Trainer nicht geben“, und doch übertreffen sich Stevens und Pacult immer wieder selbst. Es wäre Zeit für einen Verhaltenskodex für Trainer, der auch wirklich eingehalten werden muss. Den Fernsehzusehern und -innen ist es nämlich kaum mehr zuzumuten mit welcher Arroganz und Präpotenz diese beiden Herren zu Werke gehen.
Interessant wäre es auch zu erfahren, was beispielsweise die Red Bull-Marketing-Abteilung über die Aussagen von Hr. Stevens denkt. Immerhin repräsentiert er eine Marke und ein Unternehmen mit Weltformat.
Wie man richtig Interviews gibt, könnte sich der Niederländer von seinem Boss abschauen. Obwohl Didi Mateschitz nur ungern vor dem Mikro auftritt, ließ er es sich nach dem tollen Erfolg des RB Racingteams (Weltmeister-Titel für das Konstrukteur-Team und für den RBR-Piloten Vettel) nicht nehmen, seine Schützlinge zu loben. Und das in der Manier eines echten Gentleman.
Erste Liga: Abseits der höchsten Spielklasse schien die Admira in den letzten Monaten unbesiegbar. Diesen Nimbus haben die Südstädter in den vergangenen Wochen verloren. Damit wird die Erste Liga wieder spannend. Denn vor allem Altach hat Lunte gerochen.
ÖFB: Diesen Mittwoch bittet das ÖFB-Team zum letzten Ländermatch des Jahres. Gegen Griechenland müssen die Constantini-Schützlinge ihren Aufwärtstrend vorsetzen. Nur dann besteht die Chance, dass 2011 Gegner wie Deutschland und die Türkei wirklich gefordert werden können.
Viel los also … und das ist, zumindest zum Teil, auch gut so. Denn der Fußball in Österreich lebt wieder!
Montag, 15. November 2010
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen