Altach und die Admira verlieren im Titelfinish. Der Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga wird zur Nervensache.
Was ist mit den Aufstiegskandidaten in der Erste Liga los?
Die Altacher sehen drei Mal die Rote Karte und verlieren 1:2 gegen Hartberg. Die Admira wird vom WAC mit 5:0 aus dem Stadion geschossen. Bittere Schlappen gerade einmal sieben Runden vor dem Ende der Meisterschaft.
Beginnt jetzt das große Nervenflattern?
Admira völlig aus dem Tritt
Es war eine souveräne Vorstellung der Niederösterreicher. Über weite Strecken der Saison sahen die Südstädter wie der sichere Meister aus. Trainer Kühbauer hatte die Mannschaft, mit Disziplin und Ehrgeiz, zu einer eingeschworenen Truppe geformt. Einziges Ziel: der Aufstieg in die höchste Spielklasse.
Genau dieses Ziel scheint jetzt ein wenig in Gefahr zu geraten. Die Admira ist im Frühjahr nicht mehr jene Elf, die sie im vergangenen Jahr waren. Nur ein Punkt aus den letzten vier Spielen. Vor wenigen Monaten absolut undenkbar. Das Siegergen scheint verloren gegangen zu sein. Vorne zu harmlos, hinten zuletzt absolut desaströs.
Altach nutzt Chance nicht
Admiras Schwäche würde den Altachern eigentlich gut in die Hände spielen. Doch auch die Vorarlberger befinden sich nicht in Hochform. Zwar konnte der Rückstand auf den Tabellenführer verkleinert werden, aber eine echte Siegesserie konnte die Hütter-Elf auch nicht starten.
Gut für die beiden Klubs, dass die Verfolger einen riesigen Rückstand haben und nicht mehr ins Titelrennen eingreifen können. Es bleibt also weiter ein Zweikampf.
Der Showdown vor dem Finale
Da passt es eigentlich sehr gut, dass es genau jetzt zum direkten Duell der beiden Vereine kommt. Admira gegen Altach heißt es in der nächsten Runde. Der SCR ist in der Südstadt zu Gast. Gewinnen die Hausherren, könnte eine Art Vorentscheidung gefallen sein. Dann würde der Vorsprung auf fünf Zähler anwachsen.
Bei einem Sieg der Gäste wäre die Admira-Krise perfekt. Gerade jetzt wo Jungtrainer Kühbauer bei Rapid im Gespräch ist. Nicht die beste Bewerbung. Die könnte Don Didi aber doch noch nachliefern. Nämlich dann, wenn er sich nicht nur als strenger Feldherr, sondern auch als Krisenmanager beweist. Denn jetzt ist bei der Admira Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl gefragt. Es gilt die verunsicherten Spieler wieder aufzubauen und die Köpfe frei zu bekommen. Dann ist noch alles möglich!
Seitensprung: Trainereffekt in der Bundesliga
In der Bundesliga ist es sowohl bei Rapid, als auch bei Salzburg, zu einem Trainereffekt gekommen. Unter Neo-Coach Barisic gewinnt Rapid mit 3:0 in Innsbruck. Und auch RBS feiert unter Moniz einen vollen Erfolg. Das ausgerechnet der viel gescholtene Alan, mit einem Dreierpack, für den 3:0-Erfolg in Graz sorgt ist bezeichnend.
Stürmer treffen dann, wenn das Mittelfeld gefährliche Situationen kreiert. Das ist genau die Philosophie, die nun in Salzburg Einzug halten soll. Unter Stevens hat RBS die größte Stärke, die kreative Offensive, viel zu wenig forciert. Das scheint sich unter Moniz zu ändern.
Sonntag, 17. April 2011
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